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 Schützenverein Schützenlust Stockstadt a. Main 1926 e.V.

Chronik

Schützenkönige
seit Wiedergründung des Vereins 1956

Jugendkönige des Vereins seit 1965

1926 - Der erste Schuß fiel

    Im April 1926 trafen sich sechzehn Freunde des Schießsports zur Gründung eines Schützenvereins. Nach einiger Diskussion zur Bildung eines Vorstandes einigten sich die Anwesenden:
     
    Die Wahl des Vorsitzenden fiel auf Karl Kneisel, Josef Wenzel wurde sein Stellvertreter,
    ,Josef Dörrer Schriftführer und Theodor Müller Kassierer".

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    Im Gasthaus Zum Schwanen bauten die Schützen ihren ersten Schießstand auf. Geschossen wurde mit zwei Zimmerstutzen auf einer Entfernung von 15 Metern.
     
    Erstes Preisschießen
    Bereits Ende April veranstaltete der neue Verein ein dreitägiges Preisschießen im Gasthaus "Zum Schwanen".
     
    An der Veranstaltung können nur Nichtmitglieder teilnehmen. Hoffentlich ist die Beteiligung der Einwohnerschaft Stockstadts eine rege, denn den Schützen winken schöne Preise
     
    Das Preisschießen, nur Nichtmitgliedern vorbehalten, hatte wohl den Sinn, die Bevölkerung für den Schießsport zu interessieren, sie aber nicht von vornherein zu entmutigen, wenn gegen gute Vereinsschützen angetreten werden sollte. Der erste Auftritt der "Schützenlust" brachte vollen Erfolg:
     
    Die Beteiligung seitens der Einwohner war außerordentlich stark. Geschossen wurde mit Bolzenflinten auf eine Entfernung
    Die zehn Besten an drei Veranstaltungen waren:

     

1.

Scharf, Karl

67 Ringe

 

6.

Seitz, Georg

61 Ringe

2.

Lang, Adalbert

66 Ringe

 

7.

Mensch, Heinrich II

61 Ringe

3.

Flügel, Heinrich

63 Ringe

 

8.

Morhard, Theodor

60 Ringe

4.

Kern (Aschaffenburg)

62 Ringe

 

9.

Flügel, Anton

60 Ringe

5.

Ziegler Josef

61 Ringe

 

10.

Weigand, Franz

60 Ringe

 
 
 
 

1927 - Neue Schießanlagen

    Im Jahre 1927 zog der mittlerweile auf fünfunddreißig Mitglieder gewachsene Verein in den Garten von Martin Lederer. Dort blieben die Schützen zwei Jahre, bauten dann einen großen Schießstand im Garten des Johann Sauer in der Schulstraße.
     
    Der neue Stand führte den Schützenverein zu großem Aufschwung. Die Schießanlage verfügte über drei Kleinkaliberstände mit einem Unterstand in 50 m Entfernung. Außerdem konnte auf sechs Ständen mit Zimmerstutzen geschossen werden.
     
    Die Mitglieder schufen ihre Anlage in Eigenleistung, trotzdem musste die Summe von 2.600 Mark für Material aufgebracht werden.
     
     
     

1929 - Erstes Schützenfest

    Bald stieg im Garten der Holzhandlung Scharf das erste Schützenfest mit Preisschießen
     
    chronik0030
     
    Eine zünftige Sache, wurden doch nicht weniger als 47 Hektoliter Bier verkauft. Bei damals 3.000 Einwohner muss ein regelrechtes Oktoberfest gefeiert worden sein. Mit dem Erlös wurden die Schulden getilgt, die Geselligkeit erhielt mächtigen Aufschwung.
     
     
     
1937 - Mitglied im Spessartschützenbund / Vereinsauflösung
    Zu dieser Zeit gehörte der Verein Schützenlust Stockstadt dem Spessartschützenbund an, vergleichbar mit dem heutigen Schützengau. Jährliche Gaumeisterschaften führten die Schützen des Untermains zusammen. Das Stockstädter Gründungsmitglied Franz Lang wurde 1932 Gaumeister.
     
    Mitten in dieses Aufblühen hinein platzte 1937 die Auflösung des Schützenvereins. Es betraf nahezu vierzig Mitglieder. Das Vermögen wurde aufgeteilt.
     
    Leider fehlen aus dieser Zeit die schriftlichen Aufzeichnungen.
     
    Die Gründe der Auflösung lagen vermutlich an den politischen Verhältnissen. Der Schießsport diente in den NS-Organisationen weniger zur Freude am "scharfen Auge und der sicheren Hand", sondern in erster Linie der Wehrertüchtigung. Diese mag den Mitgliedern im Verein die Freude am Schießen getrübt haben, zumal mancher Schütze im 2. Weltkrieg das Militärgewehr zu ganz unsportlichem Tun tragen musste!
     
     
     

1953 - Wiedergründung des Vereins Schützenlust Stockstadt

    Nach dem verlorenen 2. Weltkrieg verboten die alliierten Siegermächte den Deutschen jeglichen Waffenbesitz. Selbst ein Luftgewehr sei eigen zu nennen, konnte unangenehme Folgen haben. Hungersnot, Vertreibung der Deutschen aus ihren östlichen Heimatgebieten, lange Kriegsgefangenschaft, zerstörte Städte, schließlich die politische Teilung Deutschlands in Ost und West bewegten die Menschen. Der Aufbau einer Existenz, eines Heims ließen wenig Zeit, an das Betreiben eines Schießsports zu denken.
     
    Acht Jahre nach Kriegsende fassten die Idealisten Gottfried Korn und Andreas Lerch den Mut, in Stockstadt den Schießsport wieder ins Leben zu rufen. Mit einem Lautsprecherwagen informierten sie die Einwohnerschaft Stockstadts. Gleichgesinnte Schießsportfreunde mögen sich am 8. Dezember 1953 im Café Debor treffen zur Wiedergründung des ehemaligen 1937 aufgelösten Vereins.
     
    Zur Gründungsversammlung war Gauschützenmeister Anton Hepp gekommen, um seinen künftigen Schützenbrüdern Starthilfe zu leisten. Die Anwesenden wählten gleich in der ersten Zusammenkunft den Vorstand: Schützenmeister Alois Beck, Stellvertreter Johann Lang, Schriftführer Walter Dörrer, Kassier Franz Lang II, Revisoren Heinrich Bummel und Gottfried Korn.
     
     
     

1954 - Schießen unter bescheidenen Verhältnissen

    Familie Hommel hatte aus früheren Zeiten ein Luftgewehr gerettet, das sie den Schützen zur Verfügung stellte.
     
    Eine transportable Holzwand mit selbstgefertigtem Kugelfang, aufgestellt im Café Debor, bildete den Anfang.
     
    Franz Debor, ein Förderer des Schützenvereins, gestattete im Sommer 1954 die Errichtung eines provisorischen Schießstandes, auf dem die Zielscheiben mit einer Zuganlage bequem in Position gebracht werden konnten. Zehn Luftgewehrstände, ein eigener Clubraum förderten die Freude am Schießen und die Geselligkeit.
     
    Trotz Anfang von der Pike auf erzielten die Schützen bald gute Erfolge. Erste Gegner waren die Strietwälder Schützen.
     
    Zu Fuß, das Gewehr auf dem Rücken, zogen Hans Grimm, Andreas Lerch, Erich Debor, Johann Lang, Karl Bauer, Heinrich Goller und Franz Lang II. zum Wettkampf. Sie kamen mit einem knappen Sieg nach Hause.
     
     
     

1966 - Der Verein wächst - Bau einer modernen Schießanlage

    Nach dem ersten Schützenmeister Alois Beck seit der Wiedergründung folgten von 1955 bis 1961 Johann Lang. Während seiner Krankheit führte Peter Pilartz die Vereinsgeschäfte, von 1962 bis 1965 Eugen Körbel, von 1966 bis 1986 Walter Dörrer. Unter der Führung von Schützenmeister Walter Dörrer wuchs der Schützenverein von 65 auf rund 260 Mitglieder im Jahr 1976.
     
    Wunschtraum der Schützen blieb stets die Schaffung eines eigenen Vereinsheimes mit modernen Schießanlagen. Nachdem der Verein 1966 ins Vereinsregister aufgenommen worden war, konnte man ernsthaft den Beschluss fassen, den Traum Wirklichkeit werden zu lassen.
     
    chronik0040Nach Verhandlungen mit Hübnerobmann Karl Bauer und den zuständigen Forstbehörden, erwarb der Verein das notwendige Gelände am Harreshäuser Weg in Erbbaurecht. Ein Silberstreifen am Horizont für einen eigenen Schießstand zeichnete sich ab!
     
    Um Geld zu sparen, wandte sich eine Schützendelegation, bestehend aus Bürgermeister Karl Schlett, Rudi Kout und Walter Dörrer an die US-Streitkräfte in Babenhausen.
    Der damalige kommandierende Oberst brachte den Stockstädter Schützen wohlwollend Verständnis entgegen. Er beorderte seine Soldaten mit entsprechendem schweren Gerät zur "Pionierübung" ins künftige Schützengelände, wo die nötigen Bodenbewegungen für den Schützenhausbau in kurzer Zeit von den amerikanischen Pionieren erledigt wurden. Der berühmte erste Spatenstich war geschafft!
     
    chronik0050Mit Begeisterung packten nun die Mitglieder in den Jahren 1968 bis 1974 an; allerdings oft nur ein Häuflein unermüdlicher Getreuer in selbstloser Weise.
     
    Vom Baumfällen bis zur Gestaltung der Innenräume bauten die Schützen eine schöne, technisch sehr gut ausgestattete Schießanlage mit einem gemütlichen Gast- und Clubraum, dazu eine kleine Wohneinheit für den Pächter der Schützengaststätte. Den Bauplan erstellte Architekt Edgar Bopp.
     
    Im Sommer 1973 konnte das Schießen auf zwanzig vollautomatischen Luftgewehrständen beginnen, obwohl die Gesamtanlage noch nicht vollendet gewesen war.
     
    Es war höchste Zeit, denn der längst zu klein gewordene Schießßstand im Café Debor platzte aus allen Nähten.
     
    Nach Einweihung der gesamten Schießsportanlage am 27. und 28 Juli 1974 standen den zehn Mannschaften zwanzig Luftgewehr- und acht Kleinkaliberstände zur Verfügung. Später erweiterten die Freunde des Pistolensports den Schießstand. Sie bauten die technischen Anlagen für Pistolenwettkämpfe selbstverständlich wieder in Eigenleistung.
     
    Trotz intensiver Bautätigkeit lief der Schießbetrieb erfolgreich weiter. In diesen Jahren erkämpfte sich Norbert Müller den höchsten Titel, den bisher ein Vereinsmitglied errungen hatte: Er wurde bayerischer Jugendmeister.
     
     
     

1976 - 50 jähriges Stiftungsfest

    Nach harter Aufbauarbeit im Verein Schützenlust Stockstadt (das Clubhaus mit modernsten Schießanlagen war vor zwei Jahren eingeweiht worden), rüsteten Vorstand und Mitglieder zur Feier des 50jährigen Bestehens ihres Schützenvereins.
     
    chronik0060Die sechzehnjährige Zwangsunterbrechung, bedingt durch den Zweiten Weltkrieg, wäre sicher nicht gekommen wenn die politischen Verhältnisse von 1933 bis 1945 sich anders gestaltet hätten.
     
    Mit Fug und Recht konnten die Schützen im Jahre 1976 das 50-jährige Stiftungsfest begehen. Infolge optimaler Trainingsmöglichkeiten stellten sich beachtliche Leistungserfolge ein.
     
    Die erste Luftgewehr-Mannschaft ist in der höchsten deutschen Schützenklasse platziert. Auch bei deutschen und bayerischen Meisterschaften sind die Farben des Vereins fast immer vertreten.
     
    Am Festtag 1976 besuchten Schützen und Gäste vor der akademischen Feier den Gottesdienst in der Rosenkranzkirche in Stockstadt und gedachten ihrer verstorbenen Mitglieder.
     
    In der Festpredigt ging Pfarrer Werner Seel auf den Schutzpatron der Schützen ein, den heiligen Sebastianus.
     
    Im festlich geschmückten Pfarrsaal versammelte sich die Schützenfamilie zur weltlichen Feier. Schützenmeister Walter Dörrer begrüßte alle, die gekommen waren und hieß sie recht herzlich zum besonderen Ereignis willkommen. In seiner Festrede gab der Schützenmeister Einblick in die lange Tradition des deutschen Schützenwesens:
     
    In diesem Sport ist im Laufe des letzten Jahrhunderts ein Wandel eingetreten, der neben den Waffen auch die soziologische Struktur der Schützenvereine veränderte.
     
    chronik0070Neben der Pflege überlieferten Brauchtums, Erhaltung alter Tradition, Fahnen und Ehrenscheiben, bildeten sportliche, faire Wettkämpfe, Geselligkeiten wie Königsfeiern, Brezel- und Ostereierschießen, gemeinsame Ausflüge und Schützenfeste Höhepunkte der Vereinsarbeit.
     
    Nach Berichten aus der Vereinsgeschichte folgten die Ehrungen verdienter Mitglieder: Für 50-jährige Mitgliedschaft wurde Gründungsmitglied Franz Lang I. zum Ehrenmitglied ernannt.
    Die Wiedergründungsmitglieder von 1953 erhielten Ehrenurkunden: Franz Lang II., Gottfried Korn, Karl Bauer, Hans Grimm und Schützenmeister Walter Dörrer.
     
    Für zwanzigjährige und längere Vereinszugehörigkeit empfingen Urkunden:

    Bauer, Rudolf
    Debor, Erich
    Itzel, Willi
    Körbel, Eugen
    Lederer, Adolf

    Mensch, Hubert
    Mensch, Walter
    Müller, Wendelin
    Schnabel, Reinhold
    Scheuermann, Heinz

    Volk, Theobald
    Weber, Kurt
    Weiß, Toni
    Wolf, Hans Peter

    Für besonderen Einsatz zum Wohle des Vereins wurden weitere Personen mit Urkunden bedacht:

    Scheuermann, Jakob
    Schierstein, Albert

    Körbel, Franz
    Kraus, Gustav

    Schlett, Karl
    (Bürgermeister)

     
    Das Protektoratabzeichen in Gold wurde verliehen an:

    Korn, Gottfried
    Scheuermann, Jakob

    Schierstein, Albert
    Körbel, Franz

    Kraus, Gustav

     
    Als Festgäste gratulierten: Landrat Roland Eller, Bürgermeister Karl Schlett, Oberamtsrat Franz Weißmantel für den Vereinsring Stockstadt und viele weitere Persönlichkeiten aus Politik, Vereine und Geschäftswelt.
     
    Die harmonische Feier wurde durch Darbietungen des Männerquartetts unter Leitung von Otto Coutandin, des Arbeitergesangverein unter Leitung von Reinhold Henn sowie der Musikkapelle Forsitan umrahmt.
     
     
     

1978 - 25-jähriges Vereinsjubiläum seit Wiedergründung

    Nach vielen Jahren des Aufbaus und Trainierens für erfolgreiche Wettkämpfe, konnte der Verein das erste Jubiläum seit der Wiedergründung 1953 feiern. Nach altem und sportlichem Brauch pflegen die Schützen sich gegen Ende des Jahres, nach erfolgtem Königsschießen, mit Familie zur Königsfeier im Pfarrheim oder Fußballerheim zusammenzufinden.
     
    Mit klopfendem Herzen, aber mit sicherer Hand hatten die Schützen vorher auf verschiedenfarbige Scheiben gezielt, um den besten Teiler zu schießen. Im Jahre 1978 lag es nahe, die Königsfeier mit der Jubiläumsfeier zu verbinden. In diesem Jahr errang Wilfried Türkis die begehrte Kette des Schützenkönigs.
     
    In vorbildlicher Weise trug er seinen Teil dazu bei, unseren schönen Schießsport zu aktivieren und die Kameradschaft zu pflegen.
     
    Es ist Brauch, den alten Schützenkönig mit einem Lied zu verabschieden, um anschließend den neuen König auszulosen mit seinen Rittern sowie den Pistolenprinz zu proklamieren. Aus der Wahlurne zog bei der Königsfeier 1978 die Gattin des scheidenden Königs unter gespannter Erwartung im Saal die neue "Majestät", Schützenkönigin Petra Rosenberger!
     
    chronik0080Schützenmeister Walter Dörrer:
    Ich proklamiere Dich hiermit, liebe Schützenschwester, feierlich zur Schützenkönigin für das Sportjahr 1978/79 des Vereins Schützenlust Stockstadt und überreiche Dir die Königskette als äußeres Zeichen der Würde und Anerkennung Deines sportlichen Erfolgs.
     
    Als 1. und 2. Ritter begleiteten Erich Debor und Günther Zahn die Schützenkönigin im neuen Sportjahr. Zum Pistolenprinz wurde in der Jubiläumsfeier 1978 Franz Lang II. erkoren. Zur Jugendkönigin qualifizierte sich Cordula Zahn.
     
    Nach einem schmackhaften Königsmahl nahm der 1. Gauschützenmeister Josef Kunkel die Ehrung und Verleihung der Leistungsabzeichen verdienter und erfolgreicher Schützen vor.
     
    Für 25-jährige Mitgliedschaft wurden geehrt:

    Lang, Franz II
    Bauer, Karl
    Grimm, Hans

    Dörrer, Walter
    Debor, Erich
    Wolf, Hans Peter

    Korn, Gottfried
    Müller, Wendelin

     
    Das Protektoratsabzeichen in Gold für besondere Verdienste um das Bayerische Schützenwesen erhielten:

    Bauer, Rudolf
    Huth, Alfred
    Itzel, Willi
    Lederer, Adolf
    Mensch, Walter

    Mensch, Hubert
    Sandner, Robert
    Schell, Alfred
    Scheuermann, Heinz
    Schmidt, Kurt

    Schnabel, Reinhold
    Zang, Dietmar
    Zügner, Ernst
    Zahn, Günther
    Dörrer, Walter

     
    Für hervorragende Hilfeleistung und Förderung des Vereins wurde den Mitgliedern Emmi Schmidt, Walter Werner, Karl Herzog und Erich Kleinhenz die silberne Vereinsnadel verliehen.
     
     
     

    1986 - Verabschiedung des Schützenmeisters Walter Dörrer

    Mit Beginn des Jahres 1986 zeichnete sich in der Jahreshauptversammlung im Januar eine Zäsur in der Geschichte des Vereins Schützenlust Stockstadt ab. Schützenmeister Walter Dörrer legte nach zwanzigjähriger Vereinsführung sein Amt in jüngere Hände. In zwei Jahrzehnten erreichte der Schützenverein unter Walter Dörrer beachtliche Ziele. In seiner Abschiedsrede erinnerte der scheidende Schützenmeister, dass
     
    Stockstädter Schützen in vorbildlicher Zusammenarbeit die wohl schönste Schießanlage mit Heim im Gau geschaffen haben. Dank überdurchschnittlicher Eigenleistungen und Förderungen durch Private und Behörden ist die mit 18.000 DM begonnene Anlage heute schuldenfrei.
     
    chronik0090Alfred Huth, zweiter Vorsitzender im Schützenverein, ernannte Walter Dörrer
    für seine treuen Dienste und umsichtige Vereinsführung zum Ehrenschützenmeister.
     
    Dieser Würdigung schloss sich Gauschützenmeister Josef Kunkel an. Er lobte die überragenden Verdienste des Schützenmeisters:
     
    Eine von Erfolg getragene Ära geht mit Walter Dörrer zu Ende. Er hat die Pflege der Tradition vorangestellt und somit der Schützenzunft viele tragende Elemente übermittelt.
     
    Josef Kunkel verlieh dem scheidenden Schützenmeister das Gauehrenzeichen in Gold. Alfred Huth, der sein Amt als zweiter Vorsitzender aus beruflichen Gründen abgab, wurde für seine Verdienste die Gauehrennadel in Silber verliehen.
     
    Schützenlust unter neuer Führung
     
    Zum neuen Schützenmeister wurde 1986 Dieter Wenzel gewählt, Dietmar Zang zu seinem Stellvertreter. Die Schriftführung blieb in den bewährten Händen von Claudia Debor und Gerhard Erich, der Kassenführung widmeten sich Gerd Steinkirchner und Dieter Spatz. Die Sportleiter Günther Zahn, Klaus Rosenberger, Erich Debor und Edmund Gopp sorgten für den reibungslosen Ablauf des Mannschaftsschießens. Petra Rosenberger wurde zuständig für die Damenmannschaft.
     
    Ein wichtiges Amt im Schützenverein übernahm Hans Grimm: Betreuer der Jugend. Ihn unterstützten die Übungsleiter Peter Fürste und Helmut Kneisel. Dieter Spatz sorgte als Waffenwart für die Instandhaltung der Vereinsgewehre. Die Schützen Erich Debor, Wilfried Türkis, Heinz Debor, Peter Schroll und Edmund Gopp richteten ihr Augenmerk auf die Standordnung. Isolde Hekele, Dieter Spatz und Heinz Debor übernahmen das Amt der Standkassierer.
     
     
     

1991 - Erfolgreiche Jahre - Die Schützenjahre 1991 bis 1995

    Nach fünfjähriger Regentschaft gab Schützenmeister Dieter Wenzel sein Amt an den gewählten Udo Bartels ab, Hans Grimm und Alexander Schell wurden Stellvertreter. Kassierer Gerd Steinkirchner und Schriftführerin Claudia Debor gehörten mit zum engeren Vorstand. Zu dieser Zeit zählte der Schützenverein 279 Mitglieder.
     
    Allerdings nur neun Jugendliche und sechs Junioren zeigen, dass im Nachwuchsbereich viel zu tun ist.
     
    Günther Zahn berichtete über gute Erfolge im Schützenjahr 1990: Die Schüler waren mit 440 Ringen Gaumeister, die Altersklasse erreichte mit 1033 Ringen den zweiten Rang. Im Kleinkaliberschießen (liegend) setzten sich die "alten Herren" als Gaumeister durch, zweiter Gaumeister in den Einzeldisziplin wurde Wilfried Türkis.
     
    Im Wettkampf Standardpistole hatten die Stockstädter im Gau in der Schützenklasse das bessere Ende für sich.
     
    Karsten Rüth konnte sich für die Bayerischen Meisterschaften in München qualifizieren.
     
    Mit goldenen Vereinsabzeichen wurde für seine Verdienste im Verein und Schießsport Dietmar Zang geehrt, der scheidende Schützenmeister erhielt die Goldene Ehrennadel. Hans Grimm wurde zum Ehrenmitglied des Vereins ernannt. Vorsitzender Udo Bartels lobt die jungen Schützen:
     
    Unsere Jugendlichen sind das Aushängeschild des Vereins. Die erzielten hervorragende sportliche Leistungen.
     
    Für besondere Verdienste zeichnete Udo Bartels den langjährigen Sportleiter Günther Zahn und Kassierer Gerd Steinkirchner aus.
     
     
     

1993 - Aufstieg der 1. Luftgewehrmannschaft in die Bezirksliga

    Im Jahre 1993 schaffte die 1. Luftgewehrmannschaft mit Sigram Jäger, Klaus Rosenberger, Peter Fürste, Karsten Rüth und Michael Santangelo den Aufstieg mit einer überragenden Leistung in die Bezirksliga.
     
    Auch die Kleinkalibermannschaft mit Peter Fürste, Klaus Rosenberger, Karsten Rüth und Peter Schroll wurden in diesem Jahr Gruppensieger.
     
    Für besondere Verdienste erhielten Michael und Angelika Koch die silberne Vereinsnadel. Gauschützenmeister Josef Kunkel konnte in diesem Jahr für besondere Leistungen in Luft- und Kleinkalibergewehrkämpfen an acht Schützen Auszeichnungen vergeben.
     
     
     

1995 - Bau einer biologischen Kläranlage

    Im Schützenjahr 1995 war wiederum eine große bauliche Maßnahme notwendig:
    Auf Betreiben des Wasserwirtschaftsamtes muss der Schützenverein für seine Schießstätte eine biologische Kläranlage bauen.
     
    Trotz den Zuschüssen seitens der Gemeinde, rissen die Kosten ein kleines Loch in die Kasse, die bereits im vorigen Jahr durch Erweiterung des Pistolenstandes erheblich geschmälert worden war. Ferner trug man sich mit dem Gedanken, das Schießangebot mit einer Bogensportabteilung zu erweitern, wofür das nötige Gelände noch Verhandlungen zu führen waren. Sportleiter Günther Zahn konnte für das Jahr 1995 berichten:
     
    In diesem Jahr schießen in Rundenkämpfen vier Luftgewehrmannschaften (drei in der Schützenklasse, eine in der Damengruppe), eine Kleinkalibergewehr-, eine Luftpistole-, zwei Sportpistolen- und eine Großkaliberpistolenmannschaft. Eine Luftgewehrmannschaft stieg in die Westliga auf, gewann das Altlandkreisschießen und wurde Gaumeister.
     
    Ehrenschützenmeister Walter Dörrer und Bürgermeister Lothar Schaffrath verliehen für 25-jährige Mitgliedschaft im Schützenverein Ehrennadel und Urkunde an:

    Depp, Reiner
    Klissenbauer, Reinhold
    Lang, Gerhard
    Nees, Gerhard

    Rosenberger, Klaus
    Scharf, Günther
    Schmidt, Emmi
    Schmidt, Kurt

    Walther, Werner
    Zang, Theo
    Zügner, Ernst

     
    Für 40 Jahre Mitgliedschaft wurden geehrt:

    Debor, Erich
    Dörrer, Walter
    Grimm, Hans
    Itzel, Willi

    Lang, Franz
    Lederer, Adolf
    Merget, Walter
    Müller, Wendelin

    Scheuermann, Heinz
    Schnabel, Reinhold
    Volk, Theobald

     
    Gerhard Steinkirchner, langjähriger Kassierer, erhielt das große goldene Protektoratsabzeichen des Bayerischen Schützenbundes.
     
     
     

1996 - Das Jubiläumsjahr - 70 Jahre Schützenlust Stockstadt

    Das Jahr 1996 stand ganz im Zeichen des 70. Vereinsjubiläums. Es wurde ein Festausschuss zur Vorbereitung des Vereinsjubiläums gegründet, der ab Februar 1996 jeden Monat, später alle 14 Tage zusammentrat.
     
    Zuerst musste die Vereinsfahne bestellt werden. Der Vorstand beschloss die Fahne bei unserem ehemaligen Schützenbruder Oliver Plötzel in der Münchener Fahnenstickerei anfertigen zu lassen.
     
    chronik0110Oliver Plötzel besuchte den Verein und wir erarbeiteten zusammen einen Entwurf der Vereinsfahne.
     
    Es waren einige Diskussionen nötig, bis wir die Fahne bestellen konnten.
     
    Kurz vor Beginn des Festes holten Udo und Christa Bartels die Vereinsfahne direkt in München ab. Hans Grimm hatte für die Fahne schon eine wunderschöne Glasvitrine gezimmert, welche im Nebenraum des Schützenhauses aufgestellt wurde. So ist die Fahne vor direkten Sonnenstrahlen geschützt und kann dennoch von jedermann betrachtet werden.
     
    Die Patenschaften für die Vereinsfahne übernahm Rosel Grimm als Fahnenpatin und die Freiwillige Feuerwehr Stockstadt als Fahnenpatron.
     
    Das Festprogramm begann am Samstag den 29. Juni musikalisch mit einer Rock-Nacht. Im Festzelt am Dorfplatz spielten mehrere lokale Bands bis in die späten Abendstunden.
    Am Sonntag den 30. Juni wurde ein Festgottesdienst mit Fahnenweihe gefeiert. Nach der Messe fand ein Festzug statt, welcher am Dorfplatz von der Feuerwehrkapelle Stockstadt musikalisch empfangen wurde. Anschließend und am Montag war traditioneller Festbetrieb.
     
    Folgende Schützinnen und Schützen führen den Verein im Jubiläumsjahr:
     
    chronik0120
     

    1. Schützenmeister
    Bartels, Udo

    2. Schützenmeister
    Schell, Alexander

    3. Schützenmeister
    Grimm, Hans

    Schriftführer
    Steinbach, Udo

    Kassiererin
    Rüth, Brunhilde

    Protokollführerin
    Debor, Claudia

    Sportleiter
    Zahn, Günther

    1. Jugendleiter
    Fürste, Peter

    2. Jugendleiter
    Rüth, Roland

    Standkassierer
    Debor, Heinz

    Mannschaftsleiterin Damen
    Rosenberger, Petra

     

     
     
     

1997 - Das neue Bogensportgelände wird eröffnet

    chronik0130Am 24. Mai eröffnete das neue Bogensportgelände unterhalb des Schützenhauses. Um die Verdienste des Ehrenmitglieds Hans Grimm bei der Erstellung der Anlage zu würdigen erhielt das Gelände den Namen "Hans-Grimm-Platz".
     
    Dass man mit der Errichtung eines Bogenplatzes im Trend der Zeit liegt, belegen die herausragenden sportlichen Erfolge der 1995 gegründeten Bogensportabteilung.
     
    Mit den Titeln als Deutsche Meister, Europameister und Weltmeister haben die Bogenschützen innerhalb weniger Jahre die Disziplinen Bowhunter, Recurve und Bowhunter-Compound hervor gebracht.
     
     
     

1999 - Führungswechsel nach 8 erfolgreichen Dienstjahren

    Unter der Führung des 1. Schützenmeisters Udo Bartels wuchs die Mitgliederzahl während seiner acht Dienstjahre von 250 auf 341 Mitglieder.
     
    Große Teile der Schießsportanlage wurden unter seiner Regie runderneuert.
     
    Die neu errichtete Biokläranlage wurde inzwischen in Betrieb genommen und sichert den Fortbestand des Vereinslebens. Eine moderne Gasheizung wurde im Schützenhaus installiert. Sie ersetzt den in die Jahre gekommenen platzraubenden Öltank. Der dadurch gewonnene Raum wurde renoviert und dient heute als Lager für die Verbrauchsmaterialien der einzelnen Abteilungen.
     
    Jürgen Weikum leitete den Verein von 1999 bis Februar 2002, danach musste er den Vorsitz aus beruflichen Gründen abgeben. Wesentlichen Anteil hatte Jürgen Weikum an der Durchführung des 75-jährigen Gründungsfestes am 21. Juli 2001.
     
    Von 2001 bis 2011 wurde der Verein von Alexander Schell geführt.
     
    Seit   2011 ist Dieter Riemenschneider  1. Schützenmeister
     
     

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