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 Schützenverein Schützenlust Stockstadt a. Main 1926 e.V.

Infos zur 44 Magnum
Die .44 Magnum im DSB
 
Die .44 Magnum ist eine beliebte Randpatrone mit einem Kaliberdurchmesser von etwa 11,18 mm und einer Energie von bis zu 1500 Joule. Sie ist die leistungsstärkste Kurzwaffenpatrone die im DSB Verwendung findet.
Die Geschichte der .44 Magnum ist recht jung, erst 1955 wurde die Patrone mit dem passenden Revolver Typ: M29 von S&W vorgestellt.
Einen richtigen Schub bekamen die Patrone und der Revolver 1971, das Jahr in dem Clint Eastwood als Dirty Harry die Leinwand eroberte.
Wahrscheinlich stammen viele „Legenden“ und Eigenschaften, die so erzählt werden, auch aus Hollywood Quellen.
 
Im DSB ist in der Sportordnung die Disziplin 2.58 für den .44 Magnum Revolver vorgesehen. Um die beachtlichen Kräfte kontrollieren zu können darf die Lauflänge in dieser Klasse immerhin 6,5 Zoll (ca.166 mm) betragen. Der Mindestimpuls (MIP: 450) ist mit dem Standartgewicht (240 grain) der Geschosse zu erreichen – allerdings muss man hier die Geschwindigkeit messen um sicher zu stellen das der MIP auch erreicht und gehalten werden kann. Etwas besser gelingt das mit schwereren Geschossen, allerdings wird es hier mit Fabrik Munition eng.
 
Mit der richtigen Munition-/Waffenauswahl ist diese Kombination sehr präzise und macht viel Freude. Da im Vergleich zu den anderen Gebrauchspistolendisziplinen, hier höhere Kosten und Kräfte auftreten ist sie zwar auf den Ständen anzutreffen, allerdings nicht so zahlreich wie zum Bsp. die kleine Schwester in .357 Magnum.
Ein Mangel an Herstellern gibt es nicht, aber auch hier sieht man den Trend zur U.S Amerikanischen Firma S&W. Die Modelle dieses Herstellers sind am häufigsten auf den Ständen und Meisterschaften anzutreffen. Ich nutze gerne einen passenden Elastomer Griff, der den Rahmen des Revolvers hinten umschließt (Bsp. Pachmayr oder Uncle Mike´s), hiermit wird der Rückstoß in die Hand abgemildert und der Stahl des Rahmens drückt sich nicht in die Hand. Zumindest bilde ich mir ein das damit das Schussverhalten angenehmer ist, die Firma Pachmayr hatte zudem noch zwei verschiedene Größen im Angebot – und die kleine Größe passte mir wesentlich besser als der Werksgriff.
Ruger ,Taurus, Janz , Korth , Freedom Arms ….. haben auch alle etwas Passendes im Programm, was gefällt liegt bekanntlich im Auge des Betrachters. Ich bevorzuge in diesem Kaliber allerdings Revolver mit einem Mündungslangen Trommelachsengehäuse und möglichst einem Gewicht das am erlaubten Limit (Max. Gewicht: 1550 Gramm) liegt. Immerhin werden in einem Wettkampf
40 Schuss + Probe abgegeben, diese sollte man noch unverkrampft bewältigen können.
 
Natürlich findet man auch etwas auf dem Gebraucht Markt, hier mal intensiv schauen und man hat bestimmt eine kleine Auswahl kaum geschossener Schrank Waffen. Wenn diese noch in die DSB Sportordnung passen kann man hier einiges sparen, in den 80er und 90er Jahren produzierte die Spanische Waffenindustrie einige schöne Stücke die, freundlich gesagt, stark an das S&W Design angelehnt waren. Allerdings war die Qualität stark schwankend, so dass hier eine genaue Prüfung unumgänglich ist.
Mein Gebraucht Tipp ist hier ein S&W Modell oder ein Ruger, diese sind häufiger anzutreffen und es gibt einiges an Zubehör. Auch stellen diese Typen keinen Büchsenmacher vor unlösbare Probleme.
 
Tja und außerhalb des DSB Standardprogrammes gibt es natürlich auch Pistolen die mit der .44 Magnum versorgt werden können, oder Sonder-Konstruktionen wie den Halbautomatischen Mateba Revolver, der wie eine Pistole automatisch die Trommel weiterdreht und den Hahn spannt und andere interessante Sachen. In dem ein oder anderen Landesverband gibt es eine Liste „B“ die auch solchen Konstruktionen das Bedürfnis für eine sportliche Karriere ausstellt.
  • Ein Ruger Blackhawk Revolver in .44 Magnum, hier mit einem 8 Zoll Lauf. Die einstellbare Visierung ist Serie und auch der Abzug ist nicht allzu übel. Durch die glatten Griffe „rollt“ er allerdings doch ein wenig in der Hand und man benötigt etwas Zeit um ihn wieder in den Anschlag zu bringen. Von der Balance finde ich ihn nicht mal schlecht, aber etwas leicht ist er geraten.
  • Ruger 44 2Ruger 44 1
     
    Hier eine spanische Kopie des S&W 629. Man hat sich hier nicht die Mühe gemacht das Rad neu zu erfinden sondern den Revolver einfach mal kopiert. Ist auch gut gelungen, zumindest bei diesem Exemplar. Visier ist fein einstellbar, Abzug steht trocken bei 1100 Gramm, 6,5 Zoll Lauflänge sogar die Pachmayr Elastomere Griffe des S&W passen saugend. Wird aber nicht mehr produziert, die Spanischen Hersteller haben in den 90ern die Produktion eingestellt. Nur noch gebraucht zu erwerben.
    Astra Mod.44 2Astra Mod.44 1
     
  • Hier das Model 629 aus dem Hause S&W mit 8 Zoll Lauf. Es gibt ihn auch in der Classic Variante, hier geht die Trommelachsenverkleidung bis zur Mündung und bringt ein paar Gramm extra in die richtige Richtung.
  • S+W 629 1S+W 629 2
     
  • Auch Taurus produziert 44 Magnum Revolver, dieser hat noch das alte Design – inzwischen gibt oder gab es de
     44 Raging Bull. Der Deutsche Vertreter hat den Import von Taurus eingestellt. Ob, wann , wie oder wer diesen übernimmt steht wohl noch nicht fest. Deshalb sind zur Zeit nur Restbestände oder gebrauchte Revolver zu erwerben.
  • Taurus CP 44 2Taurus CP 44 1
 
Die Auswahl ist im .44er Kaliber etwas kleiner als im beliebteren .357/.38er Kaliber, wer sich dafür interessiert kommt um ein Studium der lieferbaren Modelle wohl nicht herum. Auch ist ein Probeschiessen des Kalibers angebracht, ein Wettkampf geht über 40 Schuss plus Probe und in den Zeitserien müssen 5 Schuss in 20 Sekunden in Richtung 10 fliegen – das Kaliber macht Freude, benötigt aber auch eine gewisse Passion.
Empfehlen würde ich hier einen S&W 629 Classic, evtl. noch einen Ruger Super-Redhawk. Exklusiver einen Korth oder Janz.
 
 
 
 
2015 Copyright by Bernd Dinges
 

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