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 Schützenverein Schützenlust Stockstadt a. Main 1926 e.V.

Infos zur .22 lfB
Die .22 lfB Sportpistolen und Revolver
 
Ein weites Feld kann man durchaus sagen. Es gibt wohl keine größere Auswahl als unter den 22ern. Diese Waffen sind in der Regel sehr langlebig und Modelle aus den 1960ern oder älter sind immer noch in gutem Zustand am Markt erhältlich. Für die DSB Disziplinen sind zwar viele verwendbar, aber die Sportpistolen wie wir sie heute kennen kamen erst so Ende der 1960er Jahre auf.
Grob gesagt Modelle für die Sportliche Betätigung sollten eine fein einstellbare Visierung, regulierbaren Abzug und Formgriffe haben (zumindest als Extra). Auch mit diesem Filter ist noch eine große Auswahl offen.
Ein Klassiker auf unseren Schützenständen ist die Walther GSP von 1968 bis heute gebaut ist sie eine der Dienstältesten, rein als Sportpistole konstruierte, Entwicklung. Die GSP nutze damals alles was möglich war, das Magazin sitzt vor der Abzugseinheit dies ermöglichte den Einbau eines Abzug Moduls und eines recht frei gestaltbaren Griffes da dieser nun kein Magazin mehr aufnehmen muss. Allerdings viel damit natürlich der Lauf etwas kürzer aus und somit ist die Präzision einen Hauch schlechter - was aber nicht heißt das man mit der GSP die zehn nicht halten kann.
Auch heute findet man diese Art der Konstruktion noch bei vielen führenden Anbietern sei es Walther, Pardini, Benelli, Hämmerli, Morini und Tesro (ohne Anspruch auf Vollzähligkeit). Aber auch andere Konstruktionen holen auf, als Beispiel einmal die Feinwerkbau AW93 die Ihre Wurzel in den russischen Konstruktionen hat. Hier seien auch einmal die Baikal IJ 35 und deren Ableger Walther KSP 200 genannt, alle verfügen über ein Magazin im Griff. Aber auch Walther hat mit der SSP nachgelegt und seit 2006 wieder eine „Neue“ im Rennen.
Inzwischen etwas abgeschlagen aber immer noch hier und da zu sehen sind die Smith & Wesson Mod.41, die FN Mod.150, Hämmerli 208/215 oder die High Standard Mod. Victor und andere Modelle die ihren Ursprung in den 1940ern oder 50ern oder noch früher hatten.
Den KK Revolver sieht man heute kaum noch auf den Wettkämpfen oder auf den Ständen, die Auswahl ist noch immer gut – aber die Wettkampfschützen nutzen hier lieber die Vorteile und das Handling die eine Pistole bietet. Von der Präzision ist der Revolver bestimmt nicht im Nachteil, im Handling hat er aber Nachteile zum Bsp. kann man ihn zwar im Double Action schießen, allerdings dann mit erhöhten Abzugswerten. Nutzt man den Single Action Modus hat man zwar einen guten Abzug, muss aber vor jedem Schuss irgendwie den Hahn spannen – sicher funktioniert das, aber in der Zeitserie ist es schon ein bisserl unbequem. Auch der Griff ist im Winkel fest und die Abzugszunge lässt sich nicht in der Länge verschieben.
 
Egal für was man sich entscheidet - passen muss es. Ist man Luftpistole gewohnt und steigt im KK Sport ein, ist ein leichtes Modell bestimmt von Vorteil. Auch die Neigung des Griffes und dessen Größe müssen passen, da sonst die Hand schnell verkrampft und gute Ergebnisse auf sich warten lassen. Ich persönlich mag eher schwere Pistolen mit der Balance in Richtung Kopflastig, aber das ist Geschmackssache. Es ist aber ein Vorteil wenn man eine Pistole so ausbalancieren kann das sie beiden Vorlieben gerecht wird, manchmal ändert man ja auch einmal etwas.
Der Griff ist eigentlich das wichtigste an einer Sportpistole/Revolver, er ist das Bindeglied zwischen der Hand und der Waffe. Hier muss alles passen leider sind die Seriengriffe oft ein starker Kompromiss – wenn auch meist in drei Größen zu bekommen, werden die Individuellen Eigenheiten einer jeden Hand natürlich nicht berücksichtigt. Es gibt zum Glück einige Griffhersteller (Bsp. Rink, Morini oder Nill) die diese Problematik kennen und hier Abhilfe schaffen. Nun noch den Abzug auf das gewünschte Verhalten justieren, 1000 Gramm Abzugsgewicht sind vorgeschrieben aber die Aufteilung in Vorzug und Druckpunkt kann individuell gestaltet werden. Wer sich dies nach Studium der Bedienungsanleitung nicht zutraut kann dies auch einen Büchsenmacher justieren lassen.
Passt alles so weit geht es an das Einschießen, es ist sinnvoll zuerst eine passende Munition Sorte/Los zu ermitteln. Hier helfen spez. Händler oder Hersteller das beste Los aus der eingespannten Waffe zu ermitteln. Wenn dies ermittelt ist sollte man sich einen Vorrat einkaufen, wenn dieser zu Ende ist geht´s wieder von vorne los. Ist nur ein Tipp der vielleicht der eine oder andere Ring zusätzlich bringt und zugegeben bei der Masse der Sportpistolenschützen werden nur ein paar die Munition ermitteln. Die meisten kaufen was verfügbar ist und das funktioniert in der Regel auch nicht schlecht – aber in letzter Zeit wurde ich öfters überrascht. Einige Sorten die Jahre lang ihren Dienst anstaltslos verrichteten bereiten nun Probleme (Zuführen, Auswerfen oder Repetiert nicht richtig), unter acht getesteten Sorten haben fünf Störungen verursacht, hier macht es Sinn vielleicht eine kleine Menge zu testen (auf Funktion im Training) bevor man sich später ärgert.
 
 
Kommen wir mal zu ein paar Beispielen dieser Sportgeräte und beginnen mit der Walther GSP
 
  • Hier kann man ganz grob in drei Generationen unterscheiden. Optisch sind diese ähnlich, aber das war´s dann auch schon. Die erste Generation hat am Lauf oben abgeflachte Kanten, eine andere Griff Befestigung, ein anderes Abzugsmodul und die aktuellen Magazine passen nicht. Ebenso die Verschlussfeder ist nicht zentral angeordnet, sondern seitlich. Auch eine Sicherung ist noch an der ersten Generation zu finden.
    Die zweite Generation hat einen kürzeren Lauf im Vierkant-Design, ein neues Abzugsmodul und einen neuen Griff. Da der Lauf kürzer wurde konnte dies für eine neue Griffkonstruktion genutzt werden. Die Sicherung entfiel und der Verschluss wurde geändert. Auch gab es nun neue Magazine.
    Die dritte Generation ist die aktuelle GSP Expert. Der Lauf ist nun rund und in Kunststoff gelagert, dies soll Schwingungen minimieren. Im blauen Laufmantel sitzen nun zwei gefederte Metallstifte die die Rolle der Absorber übernehmen. Somit von 1968 bis heute immer up to date. Die Pistolen wiegen zwischen 1160 und 1280 Gramm.
    Hier als erstes einmal eine GSP der ersten Generation, soweit mir bekannt von 1968 bis 1978 gefertigt. Die nächsten Bilder zeigen eine GSP der zweiten Generation, von 1978 bis 2006. Hier in der Sonderversion vernickelt mit großem Laufgewicht. Insgesamt wurden bisher etwa 150.000 GSP Pistolen gefertigt. Das sorgt für eine ausgereifte Konstruktion und ein gutes Angebot auf dem Gebraucht-Waffen Markt. Ab der zweiten Generation ist die GSP zu empfehlen, bei normaler Nutzung und Pflege ist ein gebrauchtes Modell keine schlechte Wahl. Evtl. die Schließfeder erneuern und den Griff anpassen schon kann es losgehen.
  • Walther GSP 1.Serie 2Walther GSP 1.Serie 1
    Walther GSP Nickel 1Walther GSP Nickel 2
     
  • Ob die Walther SSP (die 2006 auf den Markt kam) der Nachfolger ist? Darüber kann man sicher geteilter Meinung sein. Aber sie ist eine komplette Neuentwicklung. Das Magazin wird von oben in die Pistole eingesetzt. Das ermöglicht eine lange Lauflänge und die Möglichkeit einer freien Griff Gestaltung. Beides wird hier gut umgesetzt. Mit 970 Gramm ist sie erstaunlich leicht, auch wird hier ein Schlagbolzenschloss verwendet das etwas schneller zündet als der interne Hammer der GSP. Rückstoß Absorber und die Möglichkeit Gewichte anzubringen sind natürlich auch mit an Bord. Durch die neue Konstruktion war es möglich die Laufachse tiefer zur Hand zu positionieren. Hier kommt der Rückstoß Impuls recht gerade und die Mündung bleibt ruhiger, ist ein Vorteil für die Zeitserien. Eine Version mit elektronischem Abzug ist auch erhältlich.
  • Walther SSP 2Walther SSP 1
     
  • Benelli (seit dem Jahr 2000 Teil der Beretta Gruppe) zählt auch zu den moderneren Konstruktionen, die Pistole gibt es in der günstigen MP95E Variante, hier mit matt verchromten Gehäuse und einfachem Abzug im Kunststoff Abzugsgehäuse oder in der teureren MP90S Ausführung mit vollverstellbarem Abzug im Aluminium Gehäuse. Man kann zwar das Abzugsmodul nachrüsten, aber da lohnt eher die Investition in die MP90S. beide Ausführungen wiegen ca. 1100 Gramm und sind auch schon einige Jahre auf Markt, so kann man auch einmal ein gebrauchtes Exemplar antreffen – hier den Kunststoffpuffer am Riegelstück prüfen. Der Verschluss wird durch den Puffer hinten gebremst. Der Puffer altert und zerbröselt gern – ist nun kein teures Teil und der Tausch geht schnell, bitte hier prüfen ob er noch funktioniert oder evtl. sogar durch ein besseres Nachrüstteil ersetzt wurde.
  • Benelli MP95E 1Benelli MP95E 2
    Benelli MP90S 2Benelli MP90S 1
     
  • Zu den leichten Pistolen kann man klar die Hämmerli 280 zählen. Sie wurde von 1987 bis 1999 produziert. Viele Teile wurden aus Carbon gefertigt was sich natürlich im Gewicht von 990 Gramm widerspiegelt. Für die Pistole gibt es Lauf und Magazin Gewichte die man nach seinem Geschmack anordnen kann. Die 280er Hämmerli gilt als sehr funktionssicher und wenig Munitionsfühlig. Leider nur noch gebraucht zu erwerben.
  • Hämmerli 280 2Hämmerli 280 1
     
  • Die Firma Feinwerkbau besteht seit 1951, die Pistole Modell AW93 ist eine moderne und beliebte Pistole, hier sitzt das Magazin im Griff – somit steht der Griffwinkel fest. Feinwerkbau bietet dafür eine leichte Variante mit einem Aluminium Griffstück oder die schwere Variante mit Stahlgriffstück an. Die Pistole ist ebenso mit justierbaren Absorbern für den Rückstoß ausgestattet. Feinwerkbau hat sich an den russischen Entwicklungen orientiert und diese komplett überarbeitet. Heraus kam eine sehr gut gefertigte und präzise Pistole die sich schon in vielen Wettkämpfen bewährt hat. Das Gewicht der Leichtversion beträgt 1155 Gramm, die Stahlversion bringt 1210 Gramm auf die Waage. Die Pistole ist seit 1993 auf dem Markt und hat in dieser Zeit auch schon einige Modellpflege Maßnahmen genossen. Gebrauchte Pistolen sind immer mal im Angebot.
  • FWB AW93 2FWB AW93 1
     
  • Die Pardini SP ist eine nicht oft anzutreffende Sportpistole, die Pistole ist auf internationalen Meisterschaften oft vertreten und wird auch von Teilen der Deutschen Mannschaft genutzt aber auf den Ständen ist sie eher ein seltener Gast. Ein Grund für die Vorteile des Design dürfte die sehr niedrige Laufachse und der einfache Aufbau sein. In den Laufmantel kann man Gewichte aus Stahl oder dem schweren Wolfram anbringen um hier die optimale Balance einzustellen. Als Modell SP1 ist sie auch mit einem elektronischen Abzug erhältlich. Der Griff erinnert vom Winkel stark an die Luftpistole, auch das niedrige Gewicht von 1060 Gramm kommt der Lupi nahe – eigentlich gute Vorrausetzungen für den Markt.
  • Pardini rechtsPardini links
     
  • Hämmerli SP20, das aktuelle Hämmerli Sport Modell mit 1120 Gramm und einem Rückstoß Absorber ausgestattet liegt das Modell Preislich im Mittelfeld. Die Konstruktion ist konventionell ausgeführt und das Magazin befindet sich vor dem Abzug. Serienmäßig besteht der Griff aus Kunststoff. Aus meiner Sicht ein solides Mittelklasse Modell von Walther gefertigt. Die Visierlinie ist niedrig und man benötigt zum Zerlegen der Pistole Werkzeug. Die drei Schrauben an der Mündung müssen zum Reinigen entfernt werden. Serienmäßig besteht der Griff aus Kunststoff, ist eigentlich recht angenehm zu greifen und es gibt auch eine „Paste“ zum individuellen anpassen. Wer sich trotzdem mit Kunststoff als Griffmaterial nicht anfreunden kann, die Griffhersteller bieten auch Varianten in Holz. Die Hämmerli kam Ende der 90er Jahre auf den Markt und ist somit neu und gebraucht zu bekommen, der komplette Abzugs Konstruktion wurde von der Vorgänger Pistole Hämmerli 280 übernommen, bekannte „Schwächen“ hat der Verschluss – hier traten in einigen Fällen Risse im Bereich der Spannhebel auf und auch einige Läufe stauchten am Patronenlager auf, wenn der Verschluss hier auftrifft. Bitte bei einem Gebrauchtkauf hier ein Auge drauf werfen.
  • Hämmerli SP 20 RechtsHämmerli SP 20 Links
     
    Ein Blick auf die Front der SP20, diese drei Schrauben sind zu lösen um den Lauf zu demontieren:
    Hämmerli SP 20 Front
     
  • Tesro TS22 , von einem ehemaligen Walther Konstrukteur entworfene Sportpistole. Die TS22-3 wiegt mit 980 Gramm auch recht wenig. Die Pistole ist wertig gefertigt und von der Konstruktion, mit dem Magazin vor dem Abzug, eher konventionell. Die Tesro ist nun auch schon ein paar Jahre auf dem Markt erhältlich und gebraucht auch keine schlechte Idee. Sie wird hier in Deutschland produziert und Zurüst- Ersatzteile sind kein Problem. (leider kein eigenes Bild vorhanden – bitte googeln)
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  • Auch immer mal anzutreffen ist die ERMA Mod.85, sie wird nicht mehr produziert. Als sie Mitte der 80er auf den Markt kam litt sie unter einigen Kinderkrankheiten die mit dem Mod.85A dann kuriert waren. Sie ist eine komplette Stahlkonstruktion mit außenliegendem Hahn. Es gibt 3 verschiedene Laufgewichte die man wahlweise vorn am Lauf befestigt. Da das Magazin im Griff sitzt ist hier der Neigungswinkel fest. Kimme und Korn können gewechselt werden. Wechselsysteme .22 lfB / .32 S&W lang WC sind gebraucht erhältlich. Ebenso diverse Sondermodelle und Designs – die Konstruktion mit dem außenliegenden Hahn erinnert ein wenig an eine Gebrauchspistole, mit etwa 1140 Gramm liegt sie im Mittelfeld. Hier als erstes das Modell 85 aus der ersten Serie. Darunter das Modell 85A in Bicolor Ausführung aus der 2ten Serie:
  • ERMA ESP 85 1ERMA ESP 85 2
    ERMA ESP 85A 2ERMA ESP 85A 1
     
  • Die Hämmerli 208/215, sind auch noch auf Rundenwettkämpfen zu sehen. Ihr Design stammt noch von der Walther Olympia aus den 30er Jahren und ist nicht mehr aktuell. Allerdings ist die Qualität sehr gut und mit einem Gewicht von 1070 Gramm auch nicht zu schwer für eine Ganzstahl Pistole. Es gibt verschiedene Laufgewichte die es ermöglichen das Gesamtgewicht zu variieren, Griffe und Teile sind auch noch über die Firma Walther erhältlich. Die Mechanik ist robust und funktionell. Die Einstell– und Abstimmfunktionen der heutigen Sportpistolengenerationen bietet sie nicht. Hier als erstes das Modell 215, darunter das Modell 208. Technisch sind beide gleich, sie unterscheiden sich im Finish.
  • Hämmerli 215 2Hämmerli 215 1
    Hämmerli Mod.208 2Hämmerli Mod.208 1
     
  • Hier eine Baikal IZH-35M, in der Frankonia Favorit Ausführung. Die Pistole wurde an den Funktionsteilen überarbeitet und die Gehäuseteile vernickelt. Ebenso wurde ein Schlittenfang, Laufgewicht und ein Morini Griff angebracht. Diese Nachbearbeitung macht die Pistole Wettkampf tauglich – im Gegensatz zum doch recht „rohen“ Original, das manchmal durch Störungen auffiel. Darunter die Walther Version die als KSP 200 auf den Markt kam. Über Walther bekommt man auch einige Ersatzteile. Im Finish ist die Walther vorne, da hier aus übermassigen Rohteilen die Pistole im Walter Werk zusammengebaut und gepasst wurde.
  • IJ35 2IJ35 1
    Walther KSP 200 2Walther KSP 200 1
     
  • Die Unique DES 69 ist eine französische Entwicklung, das Zerlegen erfolgt ähnlich dem Walther PP/PPK Prinzip – hier muss dazu natürlich erst einmal das Laufgewicht demontiert werden. Diese Pistole wurde, analog zur Walther GSP, Ende der 60iger entwickelt und hergestellt. Wie auch die GSP fanden einige Änderungen statt, das letzte Upgrade nennt sich DES 69 U und wurde an vielen Stellen modifiziert, vor allem am Abzug. Dieser war zwar immer einstellbar aber die Charakteristik war gewöhnungsbedürftig. Die Pistole ist komplett aus Stahl gefertigt und wiegt (ohne Laufgewicht) so ca. 1100 Gramm, das Design ist schon ein bisschen Gewöhnungsbedürftig aber die Funktion ist o.k. Griffe und Zubehör sind selten anzutreffen somit eigentlich nur eine Interessantes Angebot wenn man sie ausgiebig testen kann – soweit mir bekannt gibt es seit 2001 keine Kurzwaffen mehr von Unique. Ersatzteile sind schwer zu bekommen – dafür werden die Pistolen recht günstig am Markt gehandelt. Nichts desto trotz eher nichts für leistungsorientierte Schützen.
  • Unique DES 69 2Unique DES 69 1
     
     
Nicht zu vergessen die Revolver Fans, selten bringen die Revolver den anatomischen Griff für die einhändigen Disziplinen des BDS als Serie mit. Hier gilt es vor dem Kauf einmal nachzufragen. Natürlich kann auch der Seriengriff verwendet werden aber man verschenkt dann doch vielleicht ein paar Punkte. Da Revolver nicht die Abzugsverstellung einer Pistole bieten, ist ein guter Serienabzug eigentlich schon Pflicht. Ein Druckpunkt mit 1000 Gramm Abzugsgewicht, der Glasklar bricht ist ideal. Vorzug und Verteilung des Gewichtes erlauben die Revolver Abzüge nicht. Fast jedes Design das es im Großkaliber Bereich gibt, hat auch einen KK Zwilling. Da hat ja jeder meist schon etwas vor Augen und kennt auch seine Vorlieben
 Zusammengefasst bieten die Revolver nicht die vielfältigen Justier- und Einstellmöglichkeiten einer Pistole, auch das Handling ist umständlicher aber wenn man mag – Präzise sind sie auch.
  • Hier ein Taurus der dem alten S&W Model 17 gleicht, ein Triggerstop ist Serie – auch die ca. 1500 Gram Abzugsgewicht. Das gute Stück ist recht präzise und funktioniert Störungsfrei. Das Design wurde inzwischen geändert
    (die Trommelachsenverkleidung reicht nun bis zur Mündung)
    Die unteren Bilder zeigen eine Tuning Variante mit eckigem Laufmantel.
  • Taurus 96 1Taurus 96 2
    Taurus M96 Target 1Taurus M96 Target 2
     
  •  Auch eine Spielerei ist der Ruger Single Six, dieser besitzt noch eine Wechseltrommel in .22 Winchester Magnum, der Revolver eignet sich nicht wirklich für das DSB Wettkampfprogramm, hier fehlt ein guter Griff, eine verstellbare Visierung und ein guter Abzug. Er spricht eher Vereinsschützen mit einem Hang zur Nostalgie an.
  • Ruger 22 2Ruger 22 1
     
  • Hier noch eine „getunte“ Western Variante von Uberti. Der Abzug löst bei 1040 Gramm trocken aus und eine Kimme ist auf dem Flat Top rahmen angebracht. Leider geht das Tuning nicht soweit, das man hier etwas einstellen könnte. Aber immerhin ist er recht präzise und durch die Ganzstahl Bauweise auch schwer.
  • Uberti 22 1Uberti 22 2
     
  • Nicht zu vergessen die Smith & Wesson Match Revolver Mod.617 Target Champion und eine Sonderversion, die Euro Sport, mit ungefluteter Trommel. Natürlich sehr gut geeignet aber schwer. Allerdings sind diese Revolver auch für das günstige KK Training der .357er Klasse zu verwenden – von dieser Seite gesehen ist so ein Revolver natürlich keine schlechte Wahl.
  • S+W 617 22 lfb 2S+W 617 22 lfb 1
    S+W Euro Sport .22 lfB 1S+W Euro Sport .22 lfB 2
     
  • Auch die .22er Korth Revolver sind hier einmal zu erwähnen, sehr präzise und mit hoher Qualität gefertigt. Einer der wenigen Revolver dessen Abzug sich justieren lässt. Für das sportliche schießen bestimmt mit die besten Revolver Wahl – leider nicht ganz preiswert. Der hier abgebildete Revolver hat noch keine „Full Underlug“, aber er bringt auch Gewicht mit. Mit dem Hebel neben dem Hahn wird die Trommel entriegelt. Die Taste vorn am Rahmen dient zur einfachen Demontage der Trommel – dieses Werkzeuglose Zerlegen ist für die Reinigung eine schöne Sache. Griffe und Zubehör sind, aufgrund der geringen Stückzahl, leider nicht wirklich oft anzutreffen. Man wird hier wohl Sonderbestellungen bei den „üblichen“ Spezialisten aufgeben müssen.
  • Korth .22lfB 1Korth .22lfB 2
 
 
Ja und dann gibt es natürlich noch die brauchbaren Modelle wie die Hämmerli E-xesse, Walther SP22M4 Sport, Smith & Wesson 422/2206/M41, Colt Target Modell .22, oder auch die Ruger Mark II / III , CZ122 usw. Hier gilt natürlich gut zu trennen zwischen brauchbar und empfehlenswert. Die Modelle verrichten Ihren Dienst natürlich Problemlos, aber von der Individualisierung der reinen Sportpistolen sind sie natürlich schon ein Stück entfernt. Wenn die eigenen Ansprüche nicht sehr hoch sind, mag man sie in Betracht ziehen – aber hier kann man sich auch auf dem Gebrauchtmarkt umschauen. Natürlich gibt es nicht nur den DSB mit seinen Disziplinen – in anderen Verbänden zählen wieder andere Eigenschaften (z. Bsp. ein 10 Schuss fassendes Magazin) hier kommt dann die Chance so mancher Mauerblümchen. Auch hat der Markt dafür gesorgt dass z. Bsp. die Domino oder FAS 602 und andere Konstruktionen nur noch gebraucht zu erwerben sind. Hier allerdings wird es schwer Ersatzteile zu bekommen. Ob ein Griffspezialist helfen kann ist auch vorab zu klären. Das heißt nicht dass diese Pistolen schlecht waren, aber die Hersteller haben aus verschiedenen Gründen den Markt verlassen.
  • Ein „Dauerläufer“ der anderen Art ist die F-Reihe des Spanischen Herstellers Star. Diese Pistolen waren von 1928 bis 1986 in der Herstellung. Hier gab es zwar auch Modellpflege Maßnahmen, aber am Grundkonzept hat sich wenig getan.
    Die Pistolen sind stak an die Walther PP /PPK Baureihe angelehnt und doch recht karg an Ausstattung, hier einmal das Modell FR mit einem 6 Zoll Lauf und einem Zusatzgewicht. Ohne das Gewicht wiegt die Ganzstahl Pistole 985 Gramm, mit dem Gewicht 1230 Gramm. Der Abzug bricht trocken bei ca. 1400 Gramm. Die Visierung ist verstellbar, aber nicht wie heute – nach dem lösen einer Klemmschraube kann man das Kimmen Blatt verschieben – das war´s dann. Zum Lieferumfang gehörte immerhin ein zweites Kimmen Blatt – das war der Luxus im Jahr 1969.
  • Star FR Sport 1Star FR Sport 2
     
  • Die Hämmerli X-ESSE war als Freizeit Pistole geplant. Es gibt verschiedene Ausführungen, auch eine mit 6 Zoll Lauf, einstellbarem Abzug und Formgriffschalen. Das macht aus ihr zwar eine preisgünstige Einstiegspistole, aber zur Matchwaffe fehlt hier doch noch ein wenig. Hier eine Standart Version mit 4,5 Zoll Lauf.
  • Hämmerli X-esse 2Hämmerli X-esse 1
     
  • Ein Klassiker, die Colt Woodsman Pistole in der Match Target Ausführung mit einem 4,5 Zoll Lauf. Die Pistole weißt eine hervorragende Qualität auf. Aber sie entspricht keinem heutigen Standard, die Fertigung wurde 1977 eingestellt.
  • Colt 22 1Colt 22 2
     
  •  Die CZ Mod.122 erinnert eher an eine Gebrauchspistole und deren Handling, Bedienung und Abzug hat sie auch geerbt. Wohl auch ein Grund warum sie vom Markt verschwunden ist.
  • CZ122 2CZ122 1
     
  • Auch eine russische „Einstiegs“ – Version hat es auf die Stände geschafft. Hin und wieder sieht man die Margolin einmal. Sie besteht aus komplett aus Stahl, aber sie ist doch recht grob gefertigt. Aber mit einem Laufgewicht und besseren Griffschalen (die originalen aus Plastik sind recht rutschig) ist sie recht Präzise. Eine Überlegung für das günstige Training der Gebrauchspistolen Disziplinen.
  • Margolin .22lfb 1Margolin .22lfb 2
     
  • Anfang der 70er ein recht beliebtes Model ist die FN / Browning Mod. 150. Sie ist eine „Voll“ Stahl Pistole und damit nicht besonders leicht. Im Allgemeinen kann man sie aber immer noch als Sportpistole verwenden, zumindest wenn die Ansprüche nicht wirklich groß sind. Die Einstellmöglichkeiten sind begrenzt aber immerhin das Abzugsgewicht kann justiert werden, ein Trockentrainings Modus für den Abzug lässt sich aktivieren und das Laufgewicht lässt sich wechseln.
  • FN150 2FN150 1
 
 
Hier mal ein Ausblick auf Mauerblümchen, die für eine BDS Disziplin optimiert wurden. Hier können dann ältere Konstruktionen wieder zum zweiten Frühling kommen:
  • Die High Standard Modell Victor wiegt um die 1,3 KG und der Abzug kann mittels einer Schraube auf 1000 Gramm justiert werden. Die Pistolen sind komplett in Stahl gefertigt. Die Visierschiene ist in der Regel aus Aluminium, es gibt sie aber auch aus Stahl. Die Magazine können 10 Patronen aufnehmen und durch die Montage einer Rail Schiene anstatt der Visierschiene (mit 3 Schrauben befestigt) kann auch eine Optik befestigt werden. Es gab/gibt auch Formgriffe und über Brownells auch Ersatzteile. Die hier abgebildete 4,5 Zoll Variante mit Optik wiegt bereits 1600 Gramm, in der 5,5 Zoll Version wird´s dann noch ein bisserl schwerer. Der Pistolentyp kann im BDS für verschiedene Disziplinen genutzt werden – hier kann oder darf man auch beidhändig in den Anschlag gehen und das Gewicht stabilisiert den Anschlag.
  • High Standard 5,5 - 2High Standard 5,5 - 1
    High Standard 4,5 - 1High Standard 4,5 - 2
     
  • Ruger MK II in Stainless mit einem Bullbarrel Lauf und Optik, eigentlich eher keine Sportpistole – wurde aber auch mit Formgriff auf dem Markt angeboten. Die Pistole benötigt ein wenig Geduld zum Zerlegen und wieder zusammenzusetzen. Abzug ist nur über die „Hardware“ zu justieren, das Gewicht liegt bei ca. 1200 Gramm. Der Griffwinkel ist recht steil und erinnert an die Pistole 08. Auch das Ruger Magazin kann 10 Patronen aufnehmen.
  • Ruger MKII 1Ruger MKII 2
     
  • Hier eine Smith & Wesson 2206 TGT (Target) – nicht verwirren lassen, zur Match Pistole fehlen doch viele Details. Vom Aufbau recht kompliziert, aber komplett aus Stainless Stahl gefertigt. Die Pistole ist schlank und gut gefertigt, dass Magazin fasst 10 Patronen und die Visierung ist einfach aber verstellbar. Sie eignet sich eher als günstige Übungspistole für eine Gebrauchspistolen Disziplin.
  • S+W 2206 TGT 2S+W 2206 TGT 1
     
  • Etwas verwirrend, aber das S&W Modell 422 ist die „einfache“ Version des Mod.2206 TGT. Das Griffstück besteht hier aus Aluminium und der Abzug ist eher auf dem Niveau einer Gebrauchspistole. Für die Jagd eigentlich schon ein wenig groß geraten und für das Sportschiessen eher nicht geeignet ist die Verwendung hier nicht so einfach zu erklären. Vielleicht der ungewöhnliche Aufbau mit dem unten liegenden Lauf ?
  • S+W 422 Verschluss offenS+W 422 links
    S+W 422 zerlegt
     
  • Colt baute die Target Match mit Kunststoff Griffstück und Edelstahl System. Das Magazin fasst 10 Patronen und durch die Serienmäßige Montageschiene ist auch eine Optik möglich.
  • Colt Target Match .22lfb 1P9170047
     
  • Smith + Wesson hat noch das Modell 41 im Programm, diese Pistole gibt es nun schon seit Jahrzehnten – ein Dauerbrenner im Lieferprogramm. Auch mit Formgriff lieferbar, macht daraus aber auch keine aktuelle Matchpistole.
  • S+W Mod.41 1S+W Mod.41 2
     
  • Garantiert keine Matchwaffen, aber vielleicht für die Jagd interessant ist der Black Widow Revolver mit seiner .22 Winchester Magnum Wechseltrommel oder eine .22er Benelli in einer Vollstahlversion mit Streichbrünnierung aus 1956 :
  • NRA Black Widow 1NRA Black Widow 2
    Benelli .22 lfB Taschenpistole 1Benelli .22 lfB Taschenpistole 2
     
     
Wie immer ist dies nur als Info zu verstehen, es ist keine komplette Auflistung und spiegelt nur die von mir gemachten Erfahrungen wieder.
 
 
 
 
2015 Copyright by Bernd Dinges
 

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