Schützenkönige


2018/2019 Konstantin Barko
2017/2018 Ines Rosenberger
2016/2017 Alexander Schell
2015/2016 Timo Sauer
2014/2015 Dieter Riemenschneider
2013/2014 Timo Sauer
2012/2013 Timo Sauer
2011/2012 Martina Dinges
2010/2011 Reinhold Sauer
2009/2010 Andreas Elbert
2008/2009 Timo Sauer
2007/2008 Hans Grimm
2006/2007 Martina Dinges
2005/2006 Hans Grimm
2004/2005 Klaus Schwarz
2003/2004 Harald Kneisel
2002/2003 Klaus Schwarz
2001/2002 Petra Rosenberger
2000/2001 Klaus Rosenberger
1999/2000 Alexander Schell
1998/1999 Walter Repp
1997/1998 Ute Henzen
1996/1997 Karsten Rüth
1995/1996 Karsten Rüth
1994/1995 Peter Fürst
1993/1994 Dieter Spatz
1992/1993 Alexander Schell
1991/1992 Gerhard Steinkirchner
1990/1991 Isolde Hekele
1989/1990 Günther Zahn
1988/1989 Dieter Spatz
1987/1988 Peter Fürst
1986/1987 Peter Fürst
1985/1986 Marcellin Spahn
1984/1985 Günther Zahn
1983/1984 Walter Repp
1982/1983 Klaus Rosenberger
1981/1982 Gisela Erich
1980/1981 Erich Debor
1979/1980 Isolde Holzknecht
1978/1979 Petra Rosenberger
1977/1978 Wilfried Türkis
1976/1977 Robert Sandner
1975/1976 Petra Rosenberger
1974/1975 Alfred Huth
1973/1974 Dietmar Zang
1972/1973 Reinhold Schnabel
1971/1972 Günther Zahn
1970/1971 Willi Itzel
1969/1970 Willi Itzel
1968/1969 Alfred Schell
1967/1968 Hans Grimm
1966/1967 Hubert Mensch
1965/1966 Heinz Schwarz
1964/1965 Edgar Bopp
1963/1964 Walter Schwemmle
1962/1963 Willi Itzel
1961/1962 Theobald Scharf
1960/1961 Hubert Mensch
1959/1960 Heinz Scheuermann
1958/1959 Walter Mensch
1957/1958 Rudolf Scheuermann
1956/1957 Hans Grimm


Jugendkönige


2018/2019 Philipp Pilartz
2017/2018 Philipp Pilartz
2016/2017 Emma Vonrhein
2015/2016 Yara Rosenberger
2014/2015 Andre Lang
2013/2014 Tina Weidinger
2012/2013 Konstantin Barko
2011/2012 Selina Senf
2010/2011 Tina Weidinger
2009/2010 Tina Weidinger
2008/2009 Tina Weidinger
2007/2008 Marc-Kevin Lindner
2006/2007 Marc-Kevin Lindner
2005/2006
2004/2005
2003/2004 Martin Schwarz
2002/2003 Simon Stumpf
2001/2002 Martin Schwarz
2000/2001 Simon Stumpf
1999/2000
1998/1999 Julia Maiberger
1997/1998 Ines Rosenberger
1996/1997
1995/1996 Martin Spatz
1994/1995 Michael Spantangelo
1993/1994 Thorsten Schroll
1992/1993 Martin Spatz
1991/1992 Michael Santangelo
1990/1991 Thorsten Schroll
1989/1990 Karsten Rütz
1988/1989 Udo Steinkirchner
1987/1988 Alexander Fecher
1986/1987 Karsten Rüth
1985/1986 Domenico Pomponi
1984/1985 Claudia Debor
1983/1984 Peter Fürste
1982/1983 Alexander Schell
1981/1982 Peter Fürste
1980/1981 Ralf Türkis
1979/1980 Helmut Kneisel
1978/1979 Cordula Zahn
1977/1978 Ralf Türkis
1976/1977 Ralf Türkis
1975/1976 Harald Kneisel
1974/1975 Mario Knoll
1973/1974 Mario Knoll
1972/1973 Renate Rittger
1971/1972 Gerhard Ziegler
1970/1971 Norbert Müller
1969/1970 Dieter Spatz
1968/1969 Dieter Spatz
1967/1968 Gerhard Imhof
1966/1967 Klaus Schwarz
1965/1966 Klaus Schwarz


1926

Der erste Schuss fiel

Im April 1926 trafen sich sechzehn Freunde des Schießsports zur Gründung eines Schützenvereins. Nach einiger Diskussion zur Bildung eines Vorstandes einigten sich die Anwesenden:

Die Wahl des Vorsitzenden fiel auf Karl Kneisel, Josef Wenzel wurde sein Stellvertreter, Josef Dörrer Schriftführer und Theodor Müller Kassierer.

Im Gasthaus Zum Schwanen bauten die Schützen ihren ersten Schießstand auf. Geschossen wurde mit zwei Zimmerstutzen auf einer Entfernung von 15 Metern.

Erstes Preisschießen

Bereits Ende April veranstaltete der neue Verein ein dreitägiges Preisschießen im Gasthaus “Zum Schwanen”.

An der Veranstaltung können nur Nichtmitglieder teilnehmen. Hoffentlich ist die Beteiligung der Einwohnerschaft Stockstadts eine rege, denn den Schützen winken schöne Preise.

Das Preisschießen, nur Nichtmitgliedern vorbehalten, hatte wohl den Sinn, die Bevölkerung für den Schießsport zu interessieren, sie aber nicht von vornherein zu entmutigen, wenn gegen gute Vereinsschützen angetreten werden sollte. Der erste Auftritt der “Schützenlust” brachte vollen Erfolg.

Die Beteiligung seitens der Einwohner war außerordentlich stark. Geschossen wurde mit Bolzenflinten auf eine Entfernung ???. Die zehn Besten an drei Veranstaltungen waren:

1. Scharf, Karl 67 Ringe
2. Lang, Adalbert 66 Ringe
3. Flügel, Heinrich 63 Ringe
4. Kern (Aschaffenburg) 62 Ringe
5. Ziegler, Josef 61 Ringe
6. Seitz, Georg 61 Ringe
7. Mensch, Heinrich II 61 Ringe
8. Morhard, Theodor 60 Ringe
9. Flügel, Anton 60 Ringe
10. Weigand, Franz 60 Ringe

1927

Neue Schießanlagen

Im Jahre 1927 zog der mittlerweile auf fünfunddreißig Mitglieder gewachsene Verein in den Garten von Martin Lederer. Dort blieben die Schützen zwei Jahre, bauten dann einen großen Schießstand im Garten des Johann Sauer in der Schulstraße.

Der neue Stand führte den Schützenverein zu großem Aufschwung. Die Schießanlage verfügte über drei Kleinkaliberstände mit einem Unterstand in 50 m Entfernung. Außerdem konnte auf sechs Ständen mit Zimmerstutzen geschossen werden.

Die Mitglieder schufen ihre Anlage in Eigenleistung, trotzdem musste die Summe von 2.600 Mark für Material aufgebracht werden.

1929

Erstes Schützenfest

Bald stieg im Garten der Holzhandlung Scharf das erste Schützenfest mit Preisschießen.

Eine zünftige Sache, wurden doch nicht weniger als 47 Hektoliter Bier verkauft. Bei damals 3.000 Einwohner muss ein regelrechtes Oktoberfest gefeiert worden sein. Mit dem Erlös wurden die Schulden getilgt, die Geselligkeit erhielt mächtigen Aufschwung.

1937

Mitglied im Spessartschützenbund

Zu dieser Zeit gehörte der Verein Schützenlust Stockstadt dem Spessartschützenbund an, vergleichbar mit dem heutigen Schützengau. Jährliche Gaumeisterschaften führten die Schützen des Untermains zusammen. Das Stockstädter Gründungsmitglied Franz Lang wurde 1932 Gaumeister.


Vereinsauflösung

Mitten in dieses Aufblühen hinein platzte 1937 die Auflösung des Schützenvereins. Es betraf nahezu vierzig Mitglieder. Das Vermögen wurde aufgeteilt.

Leider fehlen aus dieser Zeit die schriftlichen Aufzeichnungen.

Die Gründe der Auflösung lagen vermutlich an den politischen Verhältnissen. Der Schießsport diente in den NS-Organisationen weniger zur Freude am “scharfen Auge und der sicheren Hand”, sondern in erster Linie der Wehrertüchtigung. Diese mag den Mitgliedern im Verein die Freude am Schießen getrübt haben, zumal mancher Schütze im 2. Weltkrieg das Militärgewehr zu ganz unsportlichem Tun tragen musste!

1953

Wiedergründung des Vereins Schützenlust Stockstadt

Nach dem verlorenen 2. Weltkrieg verboten die alliierten Siegermächte den Deutschen jeglichen Waffenbesitz. Selbst ein Luftgewehr sei eigen zu nennen, konnte unangenehme Folgen haben. Hungersnot, Vertreibung der Deutschen aus ihren östlichen Heimatgebieten, lange Kriegsgefangenschaft, zerstörte Städte, schließlich die politische Teilung Deutschlands in Ost und West bewegten die Menschen. Der Aufbau einer Existenz, eines Heims ließen wenig Zeit, an das Betreiben eines Schießsports zu denken.

Acht Jahre nach Kriegsende fassten die Idealisten Gottfried Korn und Andreas Lerch den Mut, in Stockstadt den Schießsport wieder ins Leben zu rufen. Mit einem Lautsprecherwagen informierten sie die Einwohnerschaft Stockstadts. Gleichgesinnte Schießsportfreunde mögen sich am 8. Dezember 1953 im Café Debor treffen zur Wiedergründung des ehemaligen 1937 aufgelösten Vereins.

Zur Gründungsversammlung war Gauschützenmeister Anton Hepp gekommen, um seinen künftigen Schützenbrüdern Starthilfe zu leisten. Die Anwesenden wählten gleich in der ersten Zusammenkunft den Vorstand: Schützenmeister Alois Beck, Stellvertreter Johann Lang, Schriftführer Walter Dörrer, Kassier Franz Lang II, Revisoren Heinrich Bummel und Gottfried Korn.

1954

Schießen unter bescheidenen Verhältnissen

Familie Hommel hatte aus früheren Zeiten ein Luftgewehr gerettet, das sie den Schützen zur Verfügung stellte.

Eine transportable Holzwand mit selbstgefertigtem Kugelfang, aufgestellt im Café Debor, bildete den Anfang.

Franz Debor, ein Förderer des Schützenvereins, gestattete im Sommer 1954 die Errichtung eines provisorischen Schießstandes, auf dem die Zielscheiben mit einer Zuganlage bequem in Position gebracht werden konnten. Zehn Luftgewehrstände, ein eigener Clubraum förderten die Freude am Schießen und die Geselligkeit.

Trotz Anfang von der Pike auf erzielten die Schützen bald gute Erfolge. Erste Gegner waren die Strietwälder Schützen.

Zu Fuß, das Gewehr auf dem Rücken, zogen Hans Grimm, Andreas Lerch, Erich Debor, Johann Lang, Karl Bauer, Heinrich Goller und Franz Lang II. zum Wettkampf. Sie kamen mit einem knappen Sieg nach Hause.

1966

Der Verein wächst

Nach dem ersten Schützenmeister Alois Beck seit der Wiedergründung folgten von 1955 bis 1961 Johann Lang. Während seiner Krankheit führte Peter Pilartz die Vereinsgeschäfte, von 1962 bis 1965 Eugen Körbel, von 1966 bis 1986 Walter Dörrer. Unter der Führung von Schützenmeister Walter Dörrer wuchs der Schützenverein von 65 auf rund 260 Mitglieder im Jahr 1976.


Bau einer modernen Schießanlage

Wunschtraum der Schützen blieb stets die Schaffung eines eigenen Vereinsheimes mit modernen Schießanlagen. Nachdem der Verein 1966 ins Vereinsregister aufgenommen worden war, konnte man ernsthaft den Beschluss fassen, den Traum Wirklichkeit werden zu lassen.
Nach Verhandlungen mit Hübnerobmann Karl Bauer und den zuständigen Forstbehörden, erwarb der Verein das notwendige Gelände am Harreshäuser Weg in Erbbaurecht. Ein Silberstreifen am Horizont für einen eigenen Schießstand zeichnete sich ab!
Um Geld zu sparen, wandte sich eine Schützendelegation, bestehend aus Bürgermeister Karl Schlett, Rudi Kout und Walter Dörrer an die US-Streitkräfte in Babenhausen.
Der damalige kommandierende Oberst brachte den Stockstädter Schützen wohlwollend Verständnis entgegen. Er beorderte seine Soldaten mit entsprechendem schweren Gerät zur “Pionierübung” ins künftige Schützengelände, wo die nötigen Bodenbewegungen für den Schützenhausbau in kurzer Zeit von den amerikanischen Pionieren erledigt wurden. Der berühmte erste Spatenstich war geschafft!
Mit Begeisterung packten nun die Mitglieder in den Jahren 1968 bis 1974 an; allerdings oft nur ein Häuflein unermüdlicher Getreuer in selbstloser Weise.

Vom Baumfällen bis zur Gestaltung der Innenräume bauten die Schützen eine schöne, technisch sehr gut ausgestattete Schießanlage mit einem gemütlichen Gast- und Clubraum, dazu eine kleine Wohneinheit für den Pächter der Schützengaststätte. Den Bauplan erstellte Architekt Edgar Bopp.

Im Sommer 1973 konnte das Schießen auf zwanzig vollautomatischen Luftgewehrständen beginnen, obwohl die Gesamtanlage noch nicht vollendet gewesen war.

Es war höchste Zeit, denn der längst zu klein gewordene Schießßstand im Café Debor platzte aus allen Nähten.

Nach Einweihung der gesamten Schießsportanlage am 27. und 28 Juli 1974 standen den zehn Mannschaften zwanzig Luftgewehr- und acht Kleinkaliberstände zur Verfügung. Später erweiterten die Freunde des Pistolensports den Schießstand. Sie bauten die technischen Anlagen für Pistolenwettkämpfe selbstverständlich wieder in Eigenleistung.

Trotz intensiver Bautätigkeit lief der Schießbetrieb erfolgreich weiter. In diesen Jahren erkämpfte sich Norbert Müller den höchsten Titel, den bisher ein Vereinsmitglied errungen hatte: Er wurde bayerischer Jugendmeister.

1976

50-jähriges Stiftungsfest

Nach harter Aufbauarbeit im Verein Schützenlust Stockstadt (das Clubhaus mit modernsten Schießanlagen war vor zwei Jahren eingeweiht worden), rüsteten Vorstand und Mitglieder zur Feier des 50jährigen Bestehens ihres Schützenvereins.

Die sechzehnjährige Zwangsunterbrechung, bedingt durch den Zweiten Weltkrieg, wäre sicher nicht gekommen wenn die politischen Verhältnisse von 1933 bis 1945 sich anders gestaltet hätten.


Mit Fug und Recht konnten die Schützen im Jahre 1976 das 50-jährige Stiftungsfest begehen. Infolge optimaler Trainingsmöglichkeiten stellten sich beachtliche Leistungserfolge ein.

Die erste Luftgewehr-Mannschaft ist in der höchsten deutschen Schützenklasse platziert. Auch bei deutschen und bayerischen Meisterschaften sind die Farben des Vereins fast immer vertreten.

Am Festtag 1976 besuchten Schützen und Gäste vor der akademischen Feier den Gottesdienst in der Rosenkranzkirche in Stockstadt und gedachten ihrer verstorbenen Mitglieder.

In der Festpredigt ging Pfarrer Werner Seel auf den Schutzpatron der Schützen ein, den heiligen Sebastianus.

Im festlich geschmückten Pfarrsaal versammelte sich die Schützenfamilie zur weltlichen Feier. Schützenmeister Walter Dörrer begrüßte alle, die gekommen waren und hieß sie recht herzlich zum besonderen Ereignis willkommen. In seiner Festrede gab der Schützenmeister Einblick in die lange Tradition des deutschen Schützenwesens:

In diesem Sport ist im Laufe des letzten Jahrhunderts ein Wandel eingetreten, der neben den Waffen auch die soziologische Struktur der Schützenvereine veränderte.

Neben der Pflege überlieferten Brauchtums, Erhaltung alter Tradition, Fahnen und Ehrenscheiben, bildeten sportliche, faire Wettkämpfe, Geselligkeiten wie Königsfeiern, Brezel- und Ostereierschießen, gemeinsame Ausflüge und Schützenfeste Höhepunkte der Vereinsarbeit.


Nach Berichten aus der Vereinsgeschichte folgten die Ehrungen verdienter Mitglieder: Für 50-jährige Mitgliedschaft wurde Gründungsmitglied Franz Lang I. zum Ehrenmitglied ernannt.
Die Wiedergründungsmitglieder von 1953 erhielten Ehrenurkunden: Franz Lang II., Gottfried Korn, Karl Bauer, Hans Grimm und Schützenmeister Walter Dörrer.

Für zwanzigjährige und längere Vereinszugehörigkeit empfingen Urkunden: Bauer, Rudolf; Debor, Erich; Itzel, Willi; Körbel, Eugen; Lederer, Adolf; Mensch, Hubert;Mensch, Walter; Müller, Wendelin; Schnabel, Reinhold; Scheuermann, Heinz; Volk, Theobald; Weber, Kurt; Weiß, Toni; Wolf, Hans Peter

Für besonderen Einsatz zum Wohle des Vereins wurden weitere Personen mit Urkunden bedacht: Scheuermann, Jakob; Schierstein, Albert; Körbel, Franz; Kraus, Gustav; Schlett, Karl (Bürgermeister)

Das Protektoratabzeichen in Gold wurde verliehen an: Korn, Gottfried; Scheuermann, Jakob; Schierstein, Albert; Körbel, Franz; Kraus, Gustav

Als Festgäste gratulierten: Landrat Roland Eller, Bürgermeister Karl Schlett, Oberamtsrat Franz Weißmantel für den Vereinsring Stockstadt und viele weitere Persönlichkeiten aus Politik, Vereine und Geschäftswelt.

Die harmonische Feier wurde durch Darbietungen des Männerquartetts unter Leitung von Otto Coutandin, des Arbeitergesangverein unter Leitung von Reinhold Henn sowie der Musikkapelle Forsitan umrahmt.

1978

25-jähriges Vereinsjubiläum seit Wiedergründung

Nach vielen Jahren des Aufbaus und Trainierens für erfolgreiche Wettkämpfe, konnte der Verein das erste Jubiläum seit der Wiedergründung 1953 feiern. Nach altem und sportlichem Brauch pflegen die Schützen sich gegen Ende des Jahres, nach erfolgtem Königsschießen, mit Familie zur Königsfeier im Pfarrheim oder Fußballerheim zusammenzufinden.

Mit klopfendem Herzen, aber mit sicherer Hand hatten die Schützen vorher auf verschiedenfarbige Scheiben gezielt, um den besten Teiler zu schießen. Im Jahre 1978 lag es nahe, die Königsfeier mit der Jubiläumsfeier zu verbinden. In diesem Jahr errang Wilfried Türkis die begehrte Kette des Schützenkönigs.

In vorbildlicher Weise trug er seinen Teil dazu bei, unseren schönen Schießsport zu aktivieren und die Kameradschaft zu pflegen.

Es ist Brauch, den alten Schützenkönig mit einem Lied zu verabschieden, um anschließend den neuen König auszulosen mit seinen Rittern sowie den Pistolenprinz zu proklamieren. Aus der Wahlurne zog bei der Königsfeier 1978 die Gattin des scheidenden Königs unter gespannter Erwartung im Saal die neue “Majestät”, Schützenkönigin Petra Rosenberger!

Schützenmeister Walter Dörrer: Ich proklamiere Dich hiermit, liebe Schützenschwester, feierlich zur Schützenkönigin für das Sportjahr 1978/79 des Vereins Schützenlust Stockstadt und überreiche Dir die Königskette als äußeres Zeichen der Würde und Anerkennung Deines sportlichen Erfolgs.

Als 1. und 2. Ritter begleiteten Erich Debor und Günther Zahn die Schützenkönigin im neuen Sportjahr. Zum Pistolenprinz wurde in der Jubiläumsfeier 1978 Franz Lang II. erkoren. Zur Jugendkönigin qualifizierte sich Cordula Zahn.

Nach einem schmackhaften Königsmahl nahm der 1. Gauschützenmeister Josef Kunkel die Ehrung und Verleihung der Leistungsabzeichen verdienter und erfolgreicher Schützen vor.

Für 25-jährige Mitgliedschaft wurden geehrt: Lang, Franz II; Bauer, Karl; Grimm, Hans; Dörrer, Walter; Debor, Erich; Wolf, Hans Peter; Korn, Gottfried; Müller, Wendelin

Das Protektoratsabzeichen in Gold für besondere Verdienste um das Bayerische Schützenwesen erhielten: Bauer, Rudolf; Huth, Alfred; Itzel, Willi; Lederer, Adolf; Mensch, Walter; Mensch, Hubert; Sandner, Robert; Schell, Alfred; Scheuermann, Heinz; Schmidt, Kurt; Schnabel, Reinhold; Zang, Dietmar; Zügner, Ernst; Zahn, Günther; Dörrer, Walter

Für hervorragende Hilfeleistung und Förderung des Vereins wurde den Mitgliedern Emmi Schmidt, Walter Werner, Karl Herzog und Erich Kleinhenz die silberne Vereinsnadel verliehen.

1986

Verabschiedung des Schützenmeisters Walter Dörrer

Mit Beginn des Jahres 1986 zeichnete sich in der Jahreshauptversammlung im Januar eine Zäsur in der Geschichte des Vereins Schützenlust Stockstadt ab. Schützenmeister Walter Dörrer legte nach zwanzigjähriger Vereinsführung sein Amt in jüngere Hände. In zwei Jahrzehnten erreichte der Schützenverein unter Walter Dörrer beachtliche Ziele. In seiner Abschiedsrede erinnerte der scheidende Schützenmeister, dass Stockstädter Schützen in vorbildlicher Zusammenarbeit die wohl schönste Schießanlage mit Heim im Gau geschaffen haben. Dank überdurchschnittlicher Eigenleistungen und Förderungen durch Private und Behörden ist die mit 18.000 DM begonnene Anlage heute schuldenfrei.

Alfred Huth, zweiter Vorsitzender im Schützenverein, ernannte Walter Dörrer für seine treuen Dienste und umsichtige Vereinsführung zum Ehrenschützenmeister.

Dieser Würdigung schloss sich Gauschützenmeister Josef Kunkel an. Er lobte die überragenden Verdienste des Schützenmeisters: 'Eine von Erfolg getragene Ära geht mit Walter Dörrer zu Ende. Er hat die Pflege der Tradition vorangestellt und somit der Schützenzunft viele tragende Elemente übermittelt'.

Josef Kunkel verlieh dem scheidenden Schützenmeister das Gauehrenzeichen in Gold. Alfred Huth, der sein Amt als zweiter Vorsitzender aus beruflichen Gründen abgab, wurde für seine Verdienste die Gauehrennadel in Silber verliehen.

Schützenlust unter neuer Führung

Zum neuen Schützenmeister wurde 1986 Dieter Wenzel gewählt, Dietmar Zang zu seinem Stellvertreter. Die Schriftführung blieb in den bewährten Händen von Claudia Debor und Gerhard Erich, der Kassenführung widmeten sich Gerd Steinkirchner und Dieter Spatz. Die Sportleiter Günther Zahn, Klaus Rosenberger, Erich Debor und Edmund Gopp sorgten für den reibungslosen Ablauf des Mannschaftsschießens. Petra Rosenberger wurde zuständig für die Damenmannschaft.

Ein wichtiges Amt im Schützenverein übernahm Hans Grimm: Betreuer der Jugend. Ihn unterstützten die Übungsleiter Peter Fürste und Helmut Kneisel. Dieter Spatz sorgte als Waffenwart für die Instandhaltung der Vereinsgewehre. Die Schützen Erich Debor, Wilfried Türkis, Heinz Debor, Peter Schroll und Edmund Gopp richteten ihr Augenmerk auf die Standordnung. Isolde Hekele, Dieter Spatz und Heinz Debor übernahmen das Amt der Standkassierer.

1991

Erfolgreiche Jahre – Die Schützenjahre 1991 bis 1995

Nach fünfjähriger Regentschaft gab Schützenmeister Dieter Wenzel sein Amt an den gewählten Udo Bartels ab, Hans Grimm und Alexander Schell wurden Stellvertreter. Kassierer Gerd Steinkirchner und Schriftführerin Claudia Debor gehörten mit zum engeren Vorstand. Zu dieser Zeit zählte der Schützenverein 279 Mitglieder.

Allerdings nur neun Jugendliche und sechs Junioren zeigen, dass im Nachwuchsbereich viel zu tun ist.

Günther Zahn berichtete über gute Erfolge im Schützenjahr 1990: Die Schüler waren mit 440 Ringen Gaumeister, die Altersklasse erreichte mit 1033 Ringen den zweiten Rang. Im Kleinkaliberschießen (liegend) setzten sich die “alten Herren” als Gaumeister durch, zweiter Gaumeister in den Einzeldisziplin wurde Wilfried Türkis.

Im Wettkampf Standardpistole hatten die Stockstädter im Gau in der Schützenklasse das bessere Ende für sich. Karsten Rüth konnte sich für die Bayerischen Meisterschaften in München qualifizieren.

Mit goldenen Vereinsabzeichen wurde für seine Verdienste im Verein und Schießsport Dietmar Zang geehrt, der scheidende Schützenmeister erhielt die Goldene Ehrennadel. Hans Grimm wurde zum Ehrenmitglied des Vereins ernannt. Vorsitzender Udo Bartels lobt die jungen Schützen: 'Unsere Jugendlichen sind das Aushängeschild des Vereins. Die erzielten hervorragende sportliche Leistungen'.

Für besondere Verdienste zeichnete Udo Bartels den langjährigen Sportleiter Günther Zahn und Kassierer Gerd Steinkirchner aus.

1993

Aufstieg der 1. Luftgewehrmannschaft in die Bezirksliga

Im Jahre 1993 schaffte die 1. Luftgewehrmannschaft mit Sigram Jäger, Klaus Rosenberger, Peter Fürste, Karsten Rüth und Michael Santangelo den Aufstieg mit einer überragenden Leistung in die Bezirksliga.

Auch die Kleinkalibermannschaft mit Peter Fürste, Klaus Rosenberger, Karsten Rüth und Peter Schroll wurden in diesem Jahr Gruppensieger.

Für besondere Verdienste erhielten Michael und Angelika Koch die silberne Vereinsnadel. Gauschützenmeister Josef Kunkel konnte in diesem Jahr für besondere Leistungen in Luft- und Kleinkalibergewehrkämpfen an acht Schützen Auszeichnungen vergeben.

1995

Bau einer biologischen Kläranlage

Trotz den Zuschüssen seitens der Gemeinde, rissen die Kosten ein kleines Loch in die Kasse, die bereits im vorigen Jahr durch Erweiterung des Pistolenstandes erheblich geschmälert worden war. Ferner trug man sich mit dem Gedanken, das Schießangebot mit einer Bogensportabteilung zu erweitern, wofür das nötige Gelände noch Verhandlungen zu führen waren. Sportleiter Günther Zahn konnte für das Jahr 1995 berichten:

In diesem Jahr schießen in Rundenkämpfen vier Luftgewehrmannschaften (drei in der Schützenklasse, eine in der Damengruppe), eine Kleinkalibergewehr-, eine Luftpistole-, zwei Sportpistolen- und eine Großkaliberpistolenmannschaft. Eine Luftgewehrmannschaft stieg in die Westliga auf, gewann das Altlandkreisschießen und wurde Gaumeister.

Ehrenschützenmeister Walter Dörrer und Bürgermeister Lothar Schaffrath verliehen für 25-jährige Mitgliedschaft im Schützenverein Ehrennadel und Urkunde an: Depp, Reiner; Klissenbauer, Reinhold; Lang, Gerhard; Nees, Gerhard; Rosenberger, Klaus; Scharf, Günther; Schmidt, Emmi; Schmidt, Kurt; Walther, Werner; Zang, Theo; Zügner, Ernst

Für 40 Jahre Mitgliedschaft wurden geehrt: Debor, Erich; Dörrer, Walter; Grimm, Hans; Itzel, Willi; Lang, Franz; Lederer, Adolf; Merget, Walter; Müller, Wendelin; Scheuermann, Heinz; Schnabel, Reinhold; Volk, Theobald

Gerhard Steinkirchner, langjähriger Kassierer, erhielt das große goldene Protektoratsabzeichen des Bayerischen Schützenbundes.

1996

Das Jubiläumsjahr – 70 Jahre Schützenlust Stockstadt

Das Jahr 1996 stand ganz im Zeichen des 70. Vereinsjubiläums. Es wurde ein Festausschuss zur Vorbereitung des Vereinsjubiläums gegründet, der ab Februar 1996 jeden Monat, später alle 14 Tage zusammentrat.

Zuerst musste die Vereinsfahne bestellt werden. Der Vorstand beschloss die Fahne bei unserem ehemaligen Schützenbruder Oliver Plötzel in der Münchener Fahnenstickerei anfertigen zu lassen.



Oliver Plötzel besuchte den Verein und wir erarbeiteten zusammen einen Entwurf der Vereinsfahne. Es waren einige Diskussionen nötig, bis wir die Fahne bestellen konnten.

Kurz vor Beginn des Festes holten Udo und Christa Bartels die Vereinsfahne direkt in München ab. Hans Grimm hatte für die Fahne schon eine wunderschöne Glasvitrine gezimmert, welche im Nebenraum des Schützenhauses aufgestellt wurde. So ist die Fahne vor direkten Sonnenstrahlen geschützt und kann dennoch von jedermann betrachtet werden.

Die Patenschaften für die Vereinsfahne übernahm Rosel Grimm als Fahnenpatin und die Freiwillige Feuerwehr Stockstadt als Fahnenpatron.

Das Festprogramm begann am Samstag den 29. Juni musikalisch mit einer Rock-Nacht. Im Festzelt am Dorfplatz spielten mehrere lokale Bands bis in die späten Abendstunden.
Am Sonntag den 30. Juni wurde ein Festgottesdienst mit Fahnenweihe gefeiert. Nach der Messe fand ein Festzug statt, welcher am Dorfplatz von der Feuerwehrkapelle Stockstadt musikalisch empfangen wurde. Anschließend und am Montag war traditioneller Festbetrieb.

Folgende Schützinnen und Schützen führen den Verein im Jubiläumsjahr:


1. Schützenmeister
Bartels, Udo
2. SchützenmeisterSchell, Alexander
3. SchützenmeisterGrimm, Hans
Schriftführer
Steinbach, Udo
Kassiererin
Rüth, Brunhilde
Protokollführerin
Debor, Claudia
Sportleiter
Zahn, Günther
1. Jugendleiter
Fürste, Peter
2. JugendleiterRüth, Roland
Standkassierer
Debor, Heinz
Mannschaftsleiterin DamenRosenberger, Petra


1997

Das neue Bogensportgelände wird eröffnet

Am 24. Mai eröffnete das neue Bogensportgelände unterhalb des Schützenhauses. Um die Verdienste des Ehrenmitglieds Hans Grimm bei der Erstellung der Anlage zu würdigen erhielt das Gelände den Namen “Hans-Grimm-Platz”.

Dass man mit der Errichtung eines Bogenplatzes im Trend der Zeit liegt, belegen die herausragenden sportlichen Erfolge der 1995 gegründeten Bogensportabteilung.

Mit den Titeln als Deutsche Meister, Europameister und Weltmeister haben die Bogenschützen innerhalb weniger Jahre die Disziplinen Bowhunter, Recurve und Bowhunter-Compound hervor gebracht.

1999

Führungswechsel nach 8 erfolgreichen Dienstjahren

Unter der Führung des 1. Schützenmeisters Udo Bartels wuchs die Mitgliederzahl während seiner acht Dienstjahre von 250 auf 341 Mitglieder. Große Teile der Schießsportanlage wurden unter seiner Regie runderneuert.

Die neu errichtete Biokläranlage wurde inzwischen in Betrieb genommen und sichert den Fortbestand des Vereinslebens. Eine moderne Gasheizung wurde im Schützenhaus installiert. Sie ersetzt den in die Jahre gekommenen platzraubenden Öltank. Der dadurch gewonnene Raum wurde renoviert und dient heute als Lager für die Verbrauchsmaterialien der einzelnen Abteilungen.

Jürgen Weikum leitete den Verein von 1999 bis Februar 2002, danach musste er den Vorsitz aus beruflichen Gründen abgeben. Wesentlichen Anteil hatte Jürgen Weikum an der Durchführung des 75-jährigen Gründungsfestes am 21. Juli 2001.

Von 2002 bis 2011 war Alexander Schell 1. Schützenmeister.

Von 2011 bis 2017 wurde die Schützenlust von Dieter Riemenschneider geführt. Er setzte die neu gefasste Satzung vom 16.7.2011 in die Praxis um und gestaltete damit die Vereinsführung  durch Vorstand und projektbezogene  Ausschüsse straffer und effizienter. Er richtete die Bogenabteilung  auf olympische Disziplinen aus, initiierte eine zeitgemäße, EDV-gestützte Mitgliederverwaltung  und Kassenführung und  verstärkte die Öffentlichkeitsarbeit des Vereins.

Während des Neubaus der Brücke über die B469 in den Jahren 2013 und 2014 setzte er gegenüber Behörden und Unternehmen die Erfüllung der baulichen und wirtschaftlichen Belange des Vereins durch. Da das Schützenhaus in dieser Zeit schwer zu erreichen war, erwarb er sich mit geeigneten organisatorischen Maßnahmen sowie teilweise vorausschauenden Initiativen  große Verdienste um die Aufrechterhaltung und künftige Gestaltung des Vereinslebens.

Danach seit 2017 wird der Verein von unserem 2. Schützenmeister Jörg Haltenhof geführt, der ab 2019 das Amt des 1. Schützenmeisters übernahm.